»Wechselspiel in Mogontiacum« von Franziska Franke

Franziska Franke ist bekannt für ihre Sherlock-Holmes-Krimis (siehe diverse Rezensionen in diesem Blog), in denen sie brilliert wie der Schöpfer dieses Privatdetektivs selbst. Doch die Schriftstellerin schreibt auch andere Kriminalromane. So erschien 2015 im Salonlöwe Verlag der vorliegende Krimi, der zur Zeit der Römerherrschaft in Mainz und Köln spielt.

Landgutsbesitzer Marcus, der nach den Turbulenzen seines ersten Falles alles in Ruhe angehen wollte, wird vom Legaten beauftragt, den Tod eines Bankiers aufzuklären. Er schlüpft also erneut in die Rolle eines privaten Ermittlers, die er eigentlich ablehnen wollte. Wenn er denn nicht befürchtet hätte, dass sein Bruder Lucius wie die halbe Bevölkerung Mainz‘ – wenn man den Gerüchten glauben schenken darf – ebenfalls bei dem Bankier verschuldet sei.

Da zur damaligen Zeit von Kriminalpolizei nicht die Rede sein konnte, wird mit Marcus ein Privatdetektiv etabliert. Passend dazu werden die Ermittlungen aus der Sicht des Ich-Erzählers geschildert. Beeindruckend und einfühlsam beschreibt Franke die Örtlichkeiten und das Leben zu Zeiten des Römischen  Reiches. Viele details werden anschaulich beschrieben und der Leser fühlt sich beim Lesen in die damalige Zeit versetzt. Als Kunsthistorikerin und Stadtführerin kennt die Autorin ihre Heimatstadt Mainz und weiß sehr wohl auf das eine oder andere Kleinod der Stadt hinzuweisen. Doch nicht nur der Historienliebhaber kommt hier auf seine Kosten. Mit vielen Verwirrungen und falschen Fährten kann sich auch der rätselliebende Krimileser einige vergnügliche und spannende Stunden bereiten. Die kuriosen Geschehnisse und Überraschungen lassen nicht nur den Protagonisten die Situation neu überdenken. Doch erst am Schluss werden Marcus und die Leser mit dem Täter belohnt.

Interessant und spannend bis zur letzten Seite.

Franke, Franziska
Wechselspiel in Mogontiacum
Salonlöwe Verlag, Mainz
ISBN: 9783944571379

Rezension von:
© Detlef Knut, Düsseldorf 2016
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