John Friedmann – Flaschendrehen furioso

Carlo
Mangold, seine Freundin Anna und seine Schwester Elli machen sich von
München aus auf den Weg in ihr Feriendomizil in Bella Italia. Dort
angekommen stoßen sie auf Heiko Behlow und seine Freundin Sandra aus
Leipzig, die sich schon häuslich eingerichtet haben und auf die flippige
Tina mit ihrem verschrobenen Freund Lutz aus Berlin-Kreuzberg. Alle
haben einen Schlüssel zu ihrer Ferienvilla und auch schon die Miete
bezahlt. Hier ist erstmal Stress vorprogrammiert. Nur wenn Hobbykoch
Carlo sein Essen zaubert herrscht für eine kurze Zeit Frieden. Dann
kommt Tina auf die Idee Flaschendrehen zu spielen. Im Laufe der Stunden
und mit viel Rotwein zeigt jeder sein wahres Gesicht – und das gefällt
nicht jedem der Anwesenden. Hier kommt so einiges ans Licht, was nicht
jeder wissen will. Diese eine Nacht verändert alles.

Die 7 so total
verschiedenen Charaktäre, die ich im Laufe der Geschichte immer besser
kennenlerne, in dieser Geschichte unterzubringen ist John Friedmann
überaus gut gelungen. Herrlich erfrischende Dialoge, eine Prise
Melancholie, Sarkasmus und Witz und schon entsteht beste Unterhaltung.
Sätze wie „Hätte er / sie gewusst…“ lassen eine gewisse Spannung
aufkommen und den Wunsch, unbedingt weiter lesen zu wollen.
Einzig der
Schluß ist mir zu konstruiert und unglaubwürdig. Hier wäre etwas weniger
viel mehr gewesen.

Ich habe die Geschichte eines verunglückten
Traumurlaubes gelesen, den ich so ganz bestimmt nicht machen möchte,
wurde gut unterhalten und freue mich auf Mehr von John Friedmann.

John Friedmann
Flaschendrehen furioso
Droemer Knaur Verlag, München
ISBN 9783426226117