Sabine Trinkaus – Schnapspralinen

Auf
dem Friedhof des beschaulichen rheinländischen Örtchens Kessenich
findet eine Besucherin die übel zugerichtete Leiche von Lehrer Wolfram
Lebrecht. Dem Mann, der im Ort bei seinen Mitmenschen nicht sehr beliebt
war, wurde der Schädel eingeschlagen. Jede Menge Spuren, die alle
irgendwie ins Nichts laufen und für Kriminalhauptkommissar Christian
Wörner und seine Kollegin Sophie Lange viel Arbeit.
Unterstützung
bekommen die Beiden durch Seniorenheimbewohnerin Agathe Hutschendorf,
ihrer Freundin Margot Pütz und Britta, der Lebensgefährtin von Wörner.
Insgesamt eine muntere Truppe, die die Ermittlungen zum Genuss und
manches Mal zum Lachvergnügen werden lassen.  Aber auch ernste Töne
werden in der Geschichte laut und gut verarbeitet.

Nach den ersten
beiden Fällen „Schnapsleiche“ und „Schnapsdrosseln“ kommen nun die
„Schnapspralinen“ an die Reihe, die in diesem Fall immer mal wieder eine
Rolle spielen. Besonders Agathe ist ihnen sehr zugetan,  nimmt die ein
oder andere bereits zum Frühstück und lockert ihren
Gesprächspartnerinnen die Zunge.

Ja, Agathe, die es ihren
Freundinnen nicht immer leicht macht, hat mir manche Lachträne im Auge
beschert. Zusammen mit Margot und Sophie bildet sie ein unschlagbares
Trio, dass trotz allem Humor den ein oder anderen Hinweis zu den
Ermittlungen geben kann.

Spannung steht nicht hinten an in diesem
Krimi. Aber die Autorin versteht es super, die spannenden Teile mit den
witzigen Eskapaden so zu vermischen, dass die Spannung immer ein kleines
bisschen im Vordergrund steht. Die dauernden Wendungen und falschen
Fährten haben auch mich bis zum Schluss auf Abstand zum Mörder gehalten.
So hatte ich die Auflösung nicht erwartet.

Ein spannender Krimi mit einer gehörigen Portion Witz, der das Lesen für mich zu einem Genuss gemacht hat!

Sabine Trinkaus
Schnapspralinen
emons Verlag, Köln
ISBN 9783954514878