Storchenherzen

„Storchenherzen“ von Fritzi Teichert

Das Cover des Buches „Storchenherzen“ mit den beiden Klapperstörchen, eingebettet in pastellige Blumen und Blätter hat mir auf den ersten Blick sehr gut gefallen. Die Geschichte des Autorenduos Fritzi Teichert, das sich aus Friederike Grauf und Mina Teichert zusammensetzt, hat mich ab der ersten Seite abgeholt und sofort meine Aufmerksamkeit erobert.

Storchenherzen – ein toller Wohlfühlroman mit ernsten Sequenzen

Nachdem die Geburt des Babys ihrer Tante Linda so unglaublich gut geklappt hat, weiß Madita, sie will unbedingt Hebamme werden. Sofort nach der Ausbildung macht sie sich auf den Weg zu ihrer neuen WG und zu ihrem neuen Arbeitgeber, dem Storchennest. Mit ihrer Kollegin Helga, die genau wie sie mit ganz viel Herzblut für ihren Beruf brennt, die aber vom Naturell so ganz anders und auch 20 Jahre älter ist, kommt es anfangs immer wieder zu Reibereien. Aber sie raufen sich zusammen, meistern manche schwierige Situation, sowohl beruflich als auch privat, und bald wird aus den Beiden nicht nur ein ganz tolles Team, sondern es entsteht auch eine ganz besondere Freundschaft.

Ich gehe mit den beiden und ihrer Chefin Monika aber nicht nur ein Stück in ihrem gemeinsamen Berufsleben. Ich begleite sie auch durch ihren Alltag, der bei Beiden ganz verschieden verläuft.

Abwechselnd erzählen die beiden Autorinnen aus der Sicht von Helga und Madita über deren Berufsalltag und machen auch vor Tabu-Themen nicht halt. Dadurch fühle ich mich noch näher an den beiden Frauen und ihren Gedanken dran.

Da ich meine beiden Kinder auch mithilfe von Hebammen bekommen habe, habe ich mich, obwohl das nun schon fast 40 Jahre her ist, in der ein oder anderen Situation wiedererkannt. An die verschiedenen werdenden Elternpaare, die hier beschrieben werden, kann ich mich auch noch gut erinnern. Damals fand ich sie nervig, hier haben sie mich teils amüsiert und schmunzeln lassen. Allerdings hat sich im Hebammenalltag seit damals vieles verändert.

Und ich habe mich gefragt, welche der beiden Autorinnen in der Figur der quirligen dauerfröhlichen und vor Energie strotzenden Madita steckt, die durch ihre offene, positive Art bald neue „Kundinnen“ anlockt. Und wer die ruppige und mit ihrer Art nicht bei allen Müttern ankommende Helga verkörpert.

über den Beruf der Hebamme

Ich bekomme ein gutes Bild über den Beruf der Hebamme, der außer ungeregelten Arbeitszeiten und ständiger Bereitschaft so viel mehr zu bieten hat.

Obwohl die Geschichte, genau wie das Leben, nicht immer nur Sonnenseiten aufzeigt, sondern auch die Schattenseiten beleuchtet, schaffen Helga und Madita ein gewisses Wohlgefühl in der Geschichte. Natürlich darf auch die Liebe nicht fehlen und es gibt eine Überraschung mit der ich nicht gerechnet habe.

Am Ende des Buches bekomme ich noch die Leseprobe zu Band 2, auf den ich mich jetzt schon freue. Und auch die „Gedanken einer Hebamme“ sollte man sich nicht entgehen lassen.

Eine tolle Geschichte über zwei wundervolle Frauen, die ihren Beruf mit Leidenschaft, vielen Emotionen und Humor erfüllen.

Fritzi Teichert
Storchenherzen
dtv
ISBN 9783423220200

Rezension von
© Gaby Hochrainer, München 2023
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