Gansltod

„Gansltod“ von Rupert Schöttle

Nach einem einigermaßen entspannten Wochenende in ihrem trauten Heim werden die Wiener Chefinspektoren Kajetan Vogel und Alfons Walz vom Kommissariat Josefstadt in der Fuhrmannsgasse mit einer Toten konfrontiert. Ihr Stiefsohn Lukas Thaimer meldet seine Mutter als verstorben, äußert seinen Verdacht, dass sie umgebracht wurde. Obwohl der Hausarzt der Familie einen plötzlichen Herztod festgestellt hat. Zutrauen würde er das jedem seiner Geschwister. Zu ihrem Leidwesen bestätigt sich dieser Verdacht. Aber war es wirklich jemand aus der Familie, der die Mutter über den Jordan geschickt hat?

Das Gansl war´s nicht

Der Mordfall ist schon ganz schön vertrackt bei dem sich Vogel und Walz mit den Mitgliedern der Familie Thaimer herum schlagen müssen. Außerdem haben es die Inspektoren mit Wohnungseinbrüchen bei im Krankenhaus liegenden Patienten zu tun. Vogel ist der Meinung, dass Walz endlich mal wieder auf Freiersfüßen wandeln sollte. Einige blonde, langbeinige Objekte hat er da für seinen Kollegen schon im Blick. Und dann ist da noch Monika, die beste Freundin seiner Frau, die ihm mit keinen Anspielungen das Leben schwer macht.

Gansltod
Gansltod

Bei Rupert Schöttles Erzählstil fühle ich mich ganz nah dran an den Inspektoren. Ich habe das Gefühl der Dritte in ihrem Bunde zu sein und von ihnen immer mitgenommen zu werden. Solch ein enges Zusammensein mit den Ermittlern hatte ich schon lange nicht mehr. Die Menschen, die ich neben den Inspektoren noch kennenlerne, sind alle mit ihren unverwechselbaren Attributen gezeichnet und sehr gut vorstellbar. Ein illustrer Haufen, dem ich hier begegne.

Motive haben einige und ich habe meinen Täter auch einige Male gewechselt. Nur auf die endgültige Auflösung wäre ich nicht bekommen. Sehr gut und nachvollziehbar konstruiert.

Ich habe mich in Wien während der Ermittlungen sehr wohl gefühlt. Kurzweilig und sehr spannend habe ich mich von Kajetan Vogel und Alfons Walz unterhalten lassen. Ich komme zum nächsten Fall sehr gerne wieder.

Rupert Schöttle
Gansltod
Gmeiner, Messkirch
ISBN 9783839202630

Rezension von
© Gaby Hochrainer, München 2022
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