Commissario Conti und der Tote im See

„Commissario Conti und der Tote im See“ von Carlos Avila de Borba

Walter und Claudia Schwarz wollen am Gardasee ihre Rosenhochzeit feiern. Bei der Überfahrt zur Isola del Garda entdeckt ihr Sohn Benni einen Mann, der tot im Wasser treibt. Warum musste der Ranger vom Naturpark Gardesana Fabrizio Leone, 37, sterben?

Ein spannender Besuch am Lago di Garda

Kommissarsanwärter Luca Conti, Neffe von Mauro Manchini, dem Leiter des Polizeikommissariats in Bardolino trifft bei einer Razzia am Brenner auf einen Lieferwagen voller Trüffel, aber ohne Papiere. Die Spur, die er verfolgt, bzw. der Lieferwagen führt ihn an den Starnberger See und nach München. Und es bleibt nicht bei dem einen Toten im See.

Ob und wie der Leichenfunde im Gardasee mit dem Trüffelschmuggel zusammen hängt, erklärt Autor Carlos Avila de Borba in diesem leichten, trotzdem spannenden Gardasee-Krimi. Mir war recht schnell klar, in welche Richtung die Ermittlungen hier gehen würden. Was mich aber beim Lesen keineswegs gestört hat, da es immer wieder Wendungen gibt, nach denen ich „meinen“ Täter wieder laufen lassen musste. Luca Conti dagegen stürzt sich mit eiserner Entschlossenheit in den Kampf um Gerechtigkeit und löst seinen ersten Fall gekonnt auf seine manchmal etwas ungestüme und unkonventionelle Weise geschickt auf. Die kleine Liebesgeschichte, die sich zwischen ihm und Antonella entwickelt, passt sich gut in die Gesamtgeschichte ein. Und sie lässt mich hoffen, dass ich noch mehr von dem jungen Mann lesen werde, der sich seines Berufswunsches nun sicher ist. Er hat großes Potential, wie ich finde.

Ein spannender Fall für Commissario Conti

Besonders gut gefallen mir die lebendigen Dialoge und Gespräche, bei denen ich Mäuschen spielen darf und die mich immer näher an die Auflösung des Falles bringen. Meinem Lesegeschmack kommt es auch sehr entgegen, dass der Autor ohne großes Blutvergießen auskommt.

Ich habe mich an den Orten rund um den Gardasee sehr wohl gefühlt. Bilder aus Verona, Bardolino, Malcesine und Tignale, die ich bald im Kopf habe, bringen das italienische Flair gut rüber. Dazu der Ausflug an den Starnberger See und nach München. Ein Umfeld, das mir sehr gut gefallen hat.

Dazu die vielen sehr unterschiedlichen, nicht immer sympathischen Menschen mit denen ich es hier zu tun bekomme. Eine bunte Mischung quer durch unsere Gesellschaft. Dieses Gesamtpaket macht für mich diesen empfehlenswerten, spannenden Krimi aus.

Carlos Avila de Borba
Commissario Conti und der Tote im See
Gmeiner Verlag, Messkirch
ISBN 9783839202418

Rezension von
© Gaby Hochrainer, München 2022
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