„Trill und Troll“ von Frank-Thomas Mitschke

Trill und Troll, die beiden Waldkobolde leben im tiefen Grünwald in einem vom Blitz gespaltenen Baumstamm. Sie sind nur wenige Zentimeter groß, haben immer einen roten Pullover an, werden schon mit weißen Haare geboren und tragen in ihrem Zuhause keine Schuhe. Sie werden grün im Gesicht, wenn sie Hunger haben und gelb, wenn sie sich schämen.

Fast wie im Märchen – „Trill und Troll“

Eines Tages kommt Stadtkobold Trullo in seinem blauem Pullover und mit schwarzem Haar bei ihnen vorbei. Er hat sich verirrt. Gemeinsam machen sie sich mit dem Hasentaxi auf den Weg zu Trullos Onkel Trallo im Grauwald, der die Tannenzapfeninstrumente für das gesamte Grauwaldorchester herstellt. Auf dem Rückweg lernen sie den Troll Bölle kennen, der ihnen zwei große Portionen Pilzgulasch serviert; die Weinbergschnecke Schleimi von Schneckenburg in seinem Wohnstiefel; den Regenwurm Wurmius und den Föhnhasen Wedelus; die Feldhamster Edi, Fredi und Sebi; das Gewürzeichhörnchen Kasimir Kurkuma, das auf dem Weg nach Sternanistan ist; Fred Frettchen und das Handschuhhaus von Walter Waldmaus. Sie bauen für Artur Ameis eine neue Brücke und treten bei der Froschhochzeit von Quako und Quakine auf. Sie kommen mit dem Karpfen Schuppi ins Gespräch und was sie mit AbraIgnaz Biber, Abraxus Krächz, Ingo Igel und Michael Mistkäfer alles erleben, müsst ihr selbst lesen. Und welche super Idee die beiden Kobolde haben, als sie wieder zuhause angekommen sind, verrate ich hier auch nicht.

Ich liebe Märchen und fantastische Geschichten und hier erlebe ich mit Trill und Troll genau das. Eine fantastische Reise vom Grün- in den Grauwald und zurück. Was Trill und Troll hier alles erleben, das lest ihr in den insgesamt 39 teils sehr kurze Geschichten, die zusammen gesehen eine große Reise und ein großes Ganzes ergeben.

Frank-Thomas Mitschke erzählt die Geschichte dieser beiden Waldkobolde auf so mitreißende, hinreißende und auch spannende Art, dass ich das kleine Buch an einem Abend durchgelesen habe. Schade – ich hätte Trill und Troll und den anderen Waldbewohnern mit ihren schillernden, ausgefallenen Namen noch ewig folgen und zuhören können. Nun werde ich es meinen beiden Enkeln vorlesen und ihnen die Grün- und Grauwaldbewohner vorstellen.

Richtig klasse finde ich auch die Covergestaltung und die immer wieder eingefügten schwarz-weiß Zeichnungen von Frank Bahr. Dadurch wird die Geschichte richtig sicht- und erlebbar und die Kobolde herrlich greibar.

Ein tolles Vor-Lesebuch für alle, die sich die Liebe zu Märchen erhalten haben.

Frank-Thomas Mitschke
Trill und Troll

Rezension von
© Gaby Hochrainer, München 2022
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