Geisterfahrer

«Geisterfahrer» von Michael Opoczynski

Der Einsatz der „Gesellschaft für unkonventionelle Maßnahmen“ ist erneut gefragt. Diesmal benötigen die italienischen Gastronomen in Berlin Unterstützung, denn sie werden von der Mafia gezwungen, billigen Fusel anzukaufen, der nicht genießbar und somit den Gästen nicht zuzumuten ist. Der Trick dahinter ist jedoch einfach. Es wird nämlich nicht einfach nur Schutzgeld erpresst, es wird ja schließlich etwas verkauft. Dass dies unter Zwang und extremen Drohungen geschieht, bringt die Berliner Polizei nicht weiter.

Kommissar Dreier sucht Silvio Cromm, seinen Freund und ehemaligen Kollegen auf, als ein Restaurant abbrennt. Ein Racheacht der Mafia? Hat sich der Besitzer gewehrt?

Michael Opoczynski und die „Gesellschaft für unkonventionelle Maßnahmen“

Da Silvio Cromm selbst Italiener und Buchhalter seiner Schwester, die einige gut laufende Restaurants führt, involviert ist, übernimmt die Gesellschaft den Fall.

Dann gibt es da noch den Skandal um einen großen deutschen Autokonzern, wo die Käufer durch fingierte Software und damit falschen Emissionswerten in ihren Dieselfahrzeugen betrogen werden. Ein Mitglied der Gesellschaft hat einen ehemaligen freien Mitarbeiter des Großkonzerns als Arbeitskollegen, der hochbrisante Informationen mitzuteilen hat und über exzellente Softwarekenntnisse verfügt.

Auch hier beschließt sich Gesellschaft für unkonventionelle Maßnahmen tätig zu werden. Der Autolobby muss der Weg gewiesen werden. Die Kunden sollen entschädigt werden und hierfür sind die Maßnahmen auch sehr unkonventionell …


Ich hatte es in meiner ersten Rezension zum Debüt des Autors bereits geschrieben, dass den meisten von uns Michael Opoczynski bisher als Moderator der Fernsehserie WISO bekannt war. Man bekommt dadurch die Vorstellung eines trockenen Wirtschaftsjournalisten, der einige unspannende Sachbücher geschrieben und ansonsten über trockene Themen im Fernsehen gesprochen hat. Aber weit gefehlt!

Michael Opoczynskis Romane um die Gesellschaft für unkonventionelle Maßnahmen machen richtig Spaß.

Er hat die unterschiedlichsten Charaktere erschaffen, die mir als Leserin sehr sympathisch sind, mit allen ihren teils verschrobenen Arten/Ecken und Kanten. Der Autor schreibt in einem sehr guten, flüssigen Schreibstil und hat einen herrlichen, oftmals trockenen Humor. Die Art, in der die Gesellschaft die Dinge in die Hand nimmt, plant und ausführt, zaubern mir regelmäßig ein Lächeln ins Gesicht und lassen mich vor Schadenfreude die Hände reiben.

Michael Opoczynski greift in seinen Krimis brisante und aktuelle Themen auf und setzt diese auf wunderbare Art und Weise um. Wer Krimis mit Hand und Fuß, Biss und einem guten Schuss teils herrlich gemeinen Humor gerne liest, der ist hier sehr gut beraten.

Ich freue mich bereits jetzt auf den dritten Teil seiner Buchreihe mit dem Titel „Eigenbedarf“, der am 26.08.2021 im Benevento Verlag erscheinen wird.

Michael Opoczynski
Geisterfahrer
Benevento Verlag
ISBN 9783710900655

Rezension von
© Marion BrunnerBuchwelten, 2021
Der Beitrag enthält Affiliate-Verknüpfungen.

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