Jutta Mehler – Milchlinge

Hobbyermittlerin Fanni Rot weilt mit ihrem Lebensgefährten Sprudel in
Bad Kötzting und erhofft sich von der chinesischen Medizin im
Behandlungszentrum, dass sie ihr verlorenes Gedächtnis wiederfindet.
Stattdessen findet sie im ortsansässigen Möbelhaus bald den ersten
Toten. Und natürlich kann sie die Ermittlungen nicht allein dem
pflaumennasigen Kommissar Brandl überlassen, sondern muss selbst wieder
tatkräftig mitmischen.

Mit ihrem neunten Fall für Fanni Rot hat
Jutta Mehler einen Krimi der leichten Sorte vorgelegt. Was aber nicht
heißt, dass es hier an Spannung fehlt. Im Gegenteil: immer wieder
ergeben sich neue Ansatzpunkte, immer neue Wendungen machen das
Ermitteln nicht einfach. Es bleibt auch nicht bei einem Toten. Und immer
bin ich, auch dank Fannis Gedanken, die sich immer wieder selbstständig
machen, mittendrin.
Nur die Auflösung des Falles kam mir zum Ende hin etwas zu schnell daher.

Bei
Wanderungen und Spaziergängen von Fanni und Sprudel lerne ich die
Gegend in und um Kötzting kennen. Muss eine schöne Gegend zum
Wanderurlauben sein; die Beschreibungen hören sich richtig einladent an.

Ein
neuer Fall, bei dem man nicht unbedingt die vorhergehenden Bücher
gelesen haben muss; was aber den Einstieg und dadurch das Kennenlernen
der Personen etwas einfacher macht.
Witzig und humorvoll mit einer
Prise Spannung kommt das Buch mit wenig Blutvergießen aus und hat mich
trotzdem sehr gut unterhalten.

Jutta Mehler
Milchlinge
emons Verlag, Köln
ISBN 9783954518043