Das Geheimnis des Schneemädchens von Marc Levy

Suzie Baker (Walker) will unbedingt das Ansehen ihrer Großmutter wieder
herstellen, die vor 40 Jahren des Landesverrats angeklagt werden sollte,
aber kurz davor verschwand.
Der Journalist der New York Times Andrew Stilman wittert hier die Chance für die Geschichte seines Lebens…

Gleich
im Prolog erfahre ich von einem Flugzeugabsturz im Montblanc Felsmassiv
vom Januar 1966. Bereits hier setzt die erste Spannung ein.

Dann
lerne ich Suzie Baker kennen, die zusammen mit ihrem Bergführer und
Freund Shamir im Montblanc Massiv klettert und in einer Höhle nach dem
1966 abgestürzten  Flugzeugwrack sucht. Bei dieser Suche kommt ihr
Freund ums Leben. Hier habe ich mit den Beiden mitgefiebert und mit
gelitten. Ich war mit ihnen im Eis gefangen.

In einer Bücherei
beginnt dann die eigentliche Geschichte, in der Suzie und Andrew die
Hauptrollen spielen. Beide haben ihre Vergangenheit, die ich hier
Schritt für Schritt kennenlerne. Ich kann aber nicht sagen, dass sie mir
ans Herz wachsen. Sympathie ja, aber beide bleiben für mich irgendwie
unnahbar. Besonders bei Suzie geht es mir so, dass ich keinen Zugang zu
der emotional sehr starken jungen Frau finde. 

Die Geschichte
selbst ist äußerst spannend aufgebaut, wobei der Autor immer wieder
Wendungen einbaut, die meine Gedanken in eine falsche Richtung laufen
lassen. Allerdings lässt hier für mich die Spannung merklich nach, als
sich die Sache zu einem politisch hoch brisanten Thema auswächst. Auch
die verschiedenen Perspektivwechsel in denen andere Personen zur Sprache
kommen und sich des Themas annehmen, lösen die Spannung etwas auf.

Der Schreibstil an sich gefällt mir gut und ich kann dem Geschehen, bis auf die hoch politischen Diskussionen, gut folgen.

Insgesamt
habe ich ein spannendes Buch gelesen, dass gerade zum Schluss mit einer
interessanten Auflösung aufwartet, mit der ich nicht gerechnet hatte.

Levy, Marc
Das Geheimnis des Schneemädchens
blanvalet
Verlag, München
ISBN 9783764505301