Die indische Kugel

„Die indische Kugel“ von Matthias Hübner

Klappentext zu „Indische Kugel“: Das Böse ist nur ein Gedanke. Eine funkelnde Kugel rollt durch die Welt und schlägt die Menschen auf unerklärliche Weise in ihren Bann. Ihr Radius ist weit gespannt und reicht in die verschiedensten Ecken der Welt und der Zeit. Die Kugel verführt ihre Besitzer, entfacht Böses. Und sie rollt in jeden Winkel. Für die meisten ist sie unwiderstehlich, magisch und oft tödlich. Nur wenige erkennen ihre Gefahr und die Notwendigkeit, die Menschen vor ihr zu schützen. Zu ihnen gehört Graham Yeomans, ein ebenso begnadeter Schachspieler wie großer Indienreisender – und außerdem heimlicher Hüter der Kugel und liebevoller Beschützer von Paul und Lynn, den Kindern seiner verstorbenen Schwester. Bis zum Tag seines Unfalls.

Kann man das Böse in der Welt stoppen, wenn nur jeder nichts Böses mehr denkt?

Laut den Erkenntnissen, die man als Leserin und Leser dieses Buchs gewinnt, könnte dem so sein. Aber natürlich ist es nicht so einfach und der Autor macht es uns auch nicht so einfach. Eingebettet in die Geschichte um Paul und Lynn, die unter einfachsten Verhältnissen in New York aufwuchsen und nach dem Tod ihrer Mutter zu ihrem Onkel Gram nach England geschickt werden, erfahren wir von der »Indischen Kugel«, die seit langer Zeit durch die Welt rollt und die dunkelsten Seiten in den Menschen, die sie in die Hände bekommen, zum Vorschein bringt. Paul findet die Kugel kurz vor dem Tod seiner Mutter und wird von ihr gezwungen sie wieder abzugeben, auf Umwegen gelangt sie in die Hände seines Onkels Gram.

Ich glaube, dies war das erste Buch mit philosophischem Hintergrund, das ich jemals gelesen habe, dementsprechend schwer fällt mir auch die Rezension, ich habe von Philosophie keine Ahnung. Wahrscheinlich war es aber auch genau das, was mich so neugierig machte.

Der Autor animiert seine Leserinnen und Leser dazu, das eigene Verhalten zu reflektieren und in meinem Fall, tatsächlich auch zu versuchen, bösen Gedanken keinen Raum mehr zu geben, das ist tatsächlich leichter gesagt als getan.

Matthias Hübner hat einen wunderbaren Schreibstil, der mich an jede Seite fesselte, mich gebannt die Entwicklung Pauls verfolgen ließ und kopfschüttelnd von der Gier nach Erfolg lesen ließ, die durch die Manipulation seiner Arbeitgeber immer mehr befeuert wurde, die Frage, was geschieht, wenn ohnehin schon skrupellose Menschen die Kugel in die Hände bekämen, ließ mich nicht mehr los.

Lynn ist das genaue Gegenteil ihres Bruders, wo er introvertiert ist, ist sie aufgeschlossen, mit inniger Zuneigung hängt sie an ihrem Onkel und ist auch gedanklich sehr mit ihm verbunden, sie ist auch diejenige, die alles daran setzt, das Versteck der Kugel zu finden und die Aufgabe ihres Onkels zu übernehmen, die Kugel vor der Welt zu verbergen.

vollkommen überzeugt

Mich hat das Buch vollkommen überzeugt, die liebevoll beschrieben Protagonisten, die Handlung und vor allem die Denkanstöße, die mir das Buch gegeben hat, das alles ergibt ein tolles Gesamtbild und verdient eine absolute Leseempfehlung.

Matthias Hübner
Die indische Kugel
Äquatorkind Verlag
ISBN 9783948959043

© Manuela HahnLesenswertes aus dem Bücherhaus, 2023

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