Der Zögling

»Der Zögling« von M.W. Craven

»Der Zögling« ist der erste Band des britzischen Autors M.W. Craven, der sich um die Figuren Washington Poe und Tilly Bradshaw dreht. Diese beiden Figuren sind auch das Herz und die Seele des Thrillers und machen ihn neben der Spannung in der Handlung ganz besonders lesenswert.

Tilly Bradshaw im Fokus: Der Zögling

Ein Serienmörder quält seine Opfer in den uralten Steinkreisen von Cumbria und verbrennt sie lebendig. Der Täter hinterlässt keine Hinweise – bis bei einer sorgfältigen Untersuchung die scheinbar zufälligen Foltermale des dritten Opfers den Namen „Washington Poe“ offenbaren. Ist Detective Poe das nächste Ziel? Seine ehemaligen Kollegen von der National Crime Agency, insbesondere aus der Spezialeinheit Serious Crime Analysis Section, holen Poe aus dem Ruhestand zurück, den er seit seiner Suspendierung genießen wollte.

Trotz Poes Widerwillen muss er akzeptieren, dass die Tätowierung seines Namens beim dritten Opfer ihn selbst zum möglichen nächsten Opfer machen könnte. Oder könnte die Tätowierung vielleicht einen Hinweis auf den Täter liefern? Seine frühere Kollegin und aktuelle Vorgesetzte, DI Stephanie Flynn von der Spezialeinheit setzt ihn unter Druck und verlangt seine Rückkehr in den Dienst. Die Hierarchie hat sich jedoch verändert. Flynn, mit der Poe gerne zusammengearbeitet hat, stellt ihm für diesen speziellen Fall seine neue Partnerin vor: die technisch äußerst talentierte, aber sozial völlig inkompatible Analystin Tilly Bradshaw.

Mit der Entdeckung weiterer Opfer und Hinweise in »Der Zögling«, die offensichtlich gezielt Poe betreffen, stoßen die beiden Ermittler auf ein gut verborgenes Geheimnis, das möglicherweise die Morde erklärt. Als Poe dem Täter näher kommt, wächst der beunruhigende Verdacht, dass er den Mann erkennt, den die Medien als „den Brandopferer“ bezeichnet haben, da er seine Opfer in Flammen opfert. Die Ermittlungen nehmen eine dramatische Wendung, als Tilly ein wichtiges Puzzlestück findet, das die Verbindung zwischen den Opfern und einem alten Fall aufzeigt. Poe muss sich seinen eigenen Dämonen stellen, während er gleichzeitig versucht, Tillys analytische Denkweise zu verstehen und zu nutzen.

Die Uhr tickt, denn der Brandopferer scheint einen weiteren Mord zu planen, der noch grausamer sein könnte als die vorherigen. Gemeinsam müssen sie die Rätsel entschlüsseln, bevor es zu spät ist, und dabei erkennen, dass Vertrauen zwischen ihnen der Schlüssel zum Erfolg ist. Die Jagd nach der Wahrheit führt sie an unerwartete Orte und bringt sie in große Gefahr.

Ein Thriller, der durch Spannung und die Hauptfiguren fesselt

Tilly Bradshaw war schon als Kind eine Überfliegerin, ihr enorm hoher IQ machte sie zur Besten in der Schule. Doch während andere Kinder Freundschaften schlossen und die Welt erkundeten, war Tilly stets mit Büchern und ihrem Lernen beschäftigt, was dazu führte, dass sie kaum Kontakte zu Gleichaltrigen knüpfen konnte. Ihre technische Begabung als Analystin ist beeindruckend, doch in der Behörde ist sie eine unkonventionelle Figur, die sich jedweder Außeneinsätze verweigert. Tilly zieht es vor, am Schreibtisch zu bleiben, denn das Verständnis für zwischenmenschliche Beziehungen bleibt ihr fremd. Lediglich DI Flynn, ihre Vorgesetzte, hat es geschafft, ihr etwas beizubringen: sie folgt ihren – und nur ihren – Anweisungen blind und bringt ihre Fähigkeiten so auf ihre eigene, einzigartige Weise ein.

Washington Poe war anfangs ein rätselhafter Kollege für Tilly, die in ihrer ungestümen Art und Weise kaum zu begreifen war. Doch je mehr er sich mit dem Mädchen einließ, desto klarer wurde ihm, dass er nicht nur ein Kollege, sondern auch ihr Beschützer sein könnte. Mit jedem gemeinsamen Schritt auf dem Weg der Datenanalyse erkannte Poe, wie wertvoll Tillys einzigartiges Bauchgefühl war, das sie sich langsam aber sicher aneignete. Ihre Verbindung wuchs, als er ihr zusicherte, dass er ihr Freund sei – ein Versprechen, das sie tief in ihrem Herzen verankerte. Auch Edgars Präsenz, Poes treuer Spaniel, steuerte zu ihrer Beziehung bei und sorgte für ein entspanntes, herzliches Miteinander, das es Tilly erleichterte, sich zu öffnen und das Vertrauen in ihren neuen Freund zu festigen.

Insgesamt zeigt sich in »Der Zögling«, dass neben der fesselnden Spannung und den unerwarteten Wendungen in der Jagd nach dem Serientäter die Entwicklung der Beziehung zwischen Poe und Bradshaw den Leser besonders fesselt. Die humorvollen Dialoge und die witzigen Wortwechsel der beiden Charaktere bringen nicht nur Leichtigkeit in die düstere Handlung, sondern sorgen auch dafür, dass man immer wieder schmunzeln muss. Diese gelungene Mischung aus Krimi und zwischenmenschlicher Dynamik bei »Der Zögling« macht den Thriller zu einem unvergesslichen Leseerlebnis.

Poe und Tilly Bradshaw ermitteln

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M.W. Craven
Der Zögling
Aus dem Englischen von Sabine Schilasky und Marie-Luise Bezzenberger
Droemer, München
ISBN: 9783426659977

Rezension von:
© Detlef Knut, Düsseldorf 2026
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