»King Arthur: Excalibur« von Bernard Cornwell bildet den abschließenden Teil der bedeutenden Trilogie über die Artus-Saga.
Excalibur – das Schwert von Artus dem Nicht-König
Die friedliche Herrschaft Arthurs steht vor ihrem Ende, und die keltischen Reiche drohen zu fallen. Die Sachsen setzen den britischen Ureinwohnern der Inseln, den Britanniern, zu und wollen sie verdrängen oder unterjochen.
Um die feindlichen Truppen zurückzuschlagen, verlangt die Priesterin Nimue ein großes Opfer. Doch Arthur lehnt es ab, seinen Sohn zu opfern. Mit Merlins Unterstützung schafft er das Unvorstellbare und erringt den Sieg über die Sachsen, vermutlich in der Nähe des heutigen Bath.
Doch die Flammen der Unruhe lodern bereits im eigenen Land: Mordred, auch bekannt als der Krüppelkönig, hegt seit geraumer Zeit einen tiefen Hass gegen seinen Vormund. In der Nacht, in der die Verstorbenen unter den Lebenden umhergehen, beschließt Nimue, mit Feuer und Blut die alten Götter zu beschwören.

Fiktionalisierte Geschichte
Derfel, ein treuer Gefolgsmann von Arthur, führt uns durch die stürmischen Zeiten der Ritter und Kriege, die Bernard Cornwell mit einem packenden Stil erzählt, der an die Abenteuer Uhtreds erinnert. In seiner Erzählung reiht sich eine Schlacht an die nächste, und selbst die strahlendsten Siege scheinen nur Vorläufer neuer Konflikte zu sein. Während der Blutvergießung und dem Geschrei der Kämpfenden spinnen sich Intrigen, Verrat und Verbrechen, die das Geschehen noch komplexer machen. So wird der Leser Zeuge, wie der Mut und die Loyalität von Derfel in einer Welt auf die Probe gestellt werden, die von Machtgier und Chaos beherrscht wird.
In der schimmernden Welt von Camelot, wo Geschichten von Ritterlichkeit und Ehre die Luft erfüllen, verbirgt sich eine ungewohnte Konstellation, die selbst die kühnsten Träumer überraschen könnte. Lancelot, der legendäre Held, wird nicht als strahlender Ritter dargestellt, sondern als Verräter, dessen Herz auf der Seite des Feindes schlägt. Dies ist eine Wendung, die die vertrauten Erzählungen über die Tafelrunde auf den Kopf stellt und die Illusion von unerschütterlicher Loyalität zerbricht.
Die glorreichen Schlachten und heldenhaften Taten scheinen plötzlich von einer dunklen Schattenseite überschattet zu sein, die ich in den unzähligen Filmen über Arthur und seine Ritter noch nie so detailliert erlebt habe. Diese ungewohnte Konstellation lädt dazu ein, die Komplexität von Freundschaft und Verrat neu zu betrachten und die wahren menschlichen Emotionen hinter den Legenden zu erkennen.
In den „Geschichtlichen Anmerkungen“ am Ende des Romans gibt Bernard Cornwell einen Einblick in die Geschichtsschreibung und seinen Quellen. Es entfaltet sich ein faszinierendes Bild der legendären Figur Arthur, dessen Existenz bis heute von Experten heftig diskutiert wird. Viele Historiker fragen sich, ob Arthur ein römischer Offizier oder ein keltischer Krieger war, und die Antworten scheinen so vielfältig wie die Mythen, die sich um ihn ranken. Während einige verblüffende Theorien aufstellen, bleibt die historische Realität oft im Schatten der Legende.
Besonders spannend sind die wenigen bekannten Schauplätze der Schlachten, wobei Bath als der bedeutendste Ort hervorsticht, wo die Sachsen eine entscheidende Niederlage erlitten. Cornwell lädt seine Leser ein, sich in die geheimnisvolle Welt vergangener Zeiten zu vertiefen und die Grenzen zwischen Mythos und Geschichte zu erkunden.
In einer Zeit voller Machtspiele, Intrigen und unvorhersehbarem Verrat entfaltet sich die Geschichte von »King Arthur: Excalibur«. Diese packende Erzählung bietet einen faszinierenden Blick auf die Ritter der Tafelrunde und entführt uns in das mögliche wahre Geschehen des sechsten Jahrhunderts.
Die Protagonisten sind lebendig und vielschichtig, jeder mit eigenen Zielen und Geheimnissen, die die Handlung mit Spannung aufladen. Die Kämpfe sind nicht nur physische Auseinandersetzungen, sondern auch Schlachten um Loyalität und Glaube. Die düstere Atmosphäre und die geschickte Verflechtung von Mythos und Realität halten den Leser bis zur letzten Seite gefesselt.
»King Arthur: Excalibur« ist eine meisterhafte Neuinterpretation, die sowohl Liebhaber klassischer Geschichten als auch Neugierige in ihren Bann ziehen wird. Ein absolutes Muss für alle, die sich in die Welt der Ritter und Legenden entführen lassen möchten.
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Bernard Cornwell
King Arthur: Excalibur
Rowohlt, Hamburg
ISBN: 9783644008335
Rezension von:
© Detlef Knut, Düsseldorf 2026
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