Küstenfels

„Küstenfels“ von Eva Lirot

„Küstenfels“: Lisa und Moritz, ein junges Touristenpaar, machen auf der Insel Fehmarn eine Fahrradtour, als sie an einem knorrigen alten Baum an der Steilküste hinter dem Hoppendorfer Feld einen Mann baumeln sehen. Er lebt noch. Geistesgegenwärtig befreien sie den Mann von dem Strick um den Hals. Der Mann erinnert sich an nichts, außer an eine Melodie, die ihn zu diesem Baum gelockt hat.

„Küstenfels“ – Der traurige Henker ist zurück

Die Kommissarin auf der Insel ist natürlich Inselkommissarin Frieda Lieken und ihr Kollege Klaus von der Polizei-Zentralstation Burg auf Fehmarn tun sich wegen der fehlenden Spuren sehr schwer bei ihren Ermittlungen. Da wird eine weitere Person an gleicher Stelle gehängt gefunden. Für sie kann man leider nichts mehr tun. Auf Fehmarn kursiert eine überlieferte Geschichte vom „traurigen Henker“, der vor über 100 Jahren seine Opfer an eben diesem Baum aufgeknüpft hat. Wer will da die alten Geschichten wieder aufleben lassen? Und wird dies der erste Fall, den Frieda ungelöst abgeben muss?

Wenn ich mit einem neuen „Küsten-“Buch von Eva Lirot nach Fehmarn komme, ist es für mich, als wenn ich gute Freunde besuche. So lange kenne ich Frieda, ihren Chef Heiner Eisler, ihren Kollegen Klaus und ihre Großeltern, die in einem kleinen Haus neben Frieda leben, schon. Und diesmal ist es nur der Aufmerksamkeit ihres Großvaters zu verdanken, der mit krakeliger Schrift den entscheidenden Hinweis gibt, dass es nicht zu einer weiteren Toten und zur Auflösung der Fälle kommt.

Ich fand diesen Fall insgesamt sehr spannend. Auch, weil ich mal wieder etwas über die Vergangenheit der Insel und ihrer Bewohner erfahre. Durch den leicht zu lesenden und flüssigen Erzählstil bin ich sehr schnell in die Geschichte gestartet und mache gleich auf der ersten Seite die Bekanntschaft eines jungen Mannes und seines Henkers, was mir gleich den ersten Gänsehautschauer über die Arme treibt. Ich bin sofort in der Geschichte gefangen und meine den Wind in den Ästen dieses knorrigen Baumes spüren zu können. Ich höre die Wellen der Ostsee an der Steilküste ans Ufer klatschen. Dazu diese Cliffhanger, bei denen ich in eine Spannung versetzt werde, dass ich gar nicht anders kann als immer weiterzulesen.

Auch die Aufmachung des Buches finde ich wieder sehr schön. Jedes neue Kapitel wird von einer fliegenden Möwe eingeleitet, was mich gleich an Sonne, Wind, Salz auf der Haut und Meer erinnert. Außerdem bekomme ich immer wieder kleine Zitate, die den Text gekonnt unterstreichen.

Ein spannender Fall, ein sehr interessantes Thema und ganz unterschiedliche Menschen – das ist der Stoff aus dem gute Krimis sind – so wie dieser hier.

Eva Lirot
Küstenfels
Selfpublishing
ISBN 9798285255185

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Rezension von
© Gaby Hochrainer, München 2025
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