Die Erste Tochter / Narrenbraut

«Die erste Tochter (Narrenbraut)» von Katharina Maier

Klappentext von Narrenbraut: Eine Frevlerin findet sich wieder Myn steckt fest. Zu spät erkennt sie, dass sie sich zu leicht und zu schnell in ein Schicksal gefügt hat, für das sie nicht gemacht ist. Warum nur kann sie sich nicht in das Leben einer Ehefrau pressen wie jede andere gute Singisin auch? Während der Planet Singis unter seinem neuen Alleinherrscher scheinbar zur Ruhe kommt, sucht Myn, die Tochter einer verurteilten Ketzerin, verzweifelt nach einer Überlebenstaktik. Doch als der frischgekrönte Feldherr des Wy ihren geliebten Bruder zwangsweise für seine Weltraumarmee rekrutiert, zerbricht etwas in ihr. Die Angst vor dem Tod hat sie in eine ungewollte Ehe getrieben. Doch jetzt? Myn scheint, dass es Schlimmeres gibt als den Tod. Die Mutter ermordet, sie selbst verschachert, ihre Familie zerrüttet … Ihre Fügsamkeit hat nichts davon verhindert. In Myn beginnt sich ein Drache zu regen, der nach Freiheit brüllt. Und dann gibt es da auch noch die Liebe … In 7 Bänden erzählt „Die Erste Tochter“ von einer fremden Welt und von einer Frau und drei Männern, die diese Welt für immer verändern.

Die Lektüre ist mittlerweile etwas einfacher geworden, die singischen Verhältnisse sind mir vertraut und die Hauptpersonen sind so etwas wie Freunde geworden, deren Leben man nur aus der Ferne betrachten kann, in das man aber leider nicht eingreifen kann.

Narrenbraut – Band 3 der fantastisch-neuen Welt in dieser Reihe

Die Lage der Frauen auf Singis wird immer schwieriger, Lys Neoly, war nicht die Letzte, die auf einem Scheiterhaufen verbrannt wurde, aus Angst vor den Konsequenzen verstummen die Stimmen nach Gleichberechtigung. Mynrichwy ist mittlerweile mit Juffgam Nuggr verheiratet, vor den Augen der singisischen Gesellschaft und ihres Mannes ist sie die perfekte Ehefrau, schön, klug (aber nicht zu klug, natürlich) erfüllt sie die von ihr erwartete Rolle perfekt. Doch tief in ihr ist Myn verborgen, das Mädchen, das von Freiheit träumt.

Ein Handelsschiff gerät in einen blutigen Konflikt mit den Drachenfrauen, einer Spezies, die in den Gedanken der Singisen ins Reich der Fantasie gehören könnte, Fabelwesen, deren Existenz bis zu diesem Vorfall nicht bewiesen ist. Ktorram Asnour lässt sich darauf hin zum alleinigen Herrscher Singis wählen. Die Macht, die ihm diese Position verschafft, nutzt er auch, um der Familie Neoly zu schaden, hinterhältig und subtil.

Vai, hat sich nach dem Bruch mit seinem Vater auf sein Gut in den Norden zurückgezogen, dort wird er von seinem Großvater aufgesucht. Der Patriarch berichtet ihm von Asnuors Plänen, eine Armee aufzustellen und aus jeder alten Familie Offiziere zu rekrutieren, und es soll Mudmal treffen, den der alte Neoly zu seinem Nachfolger bestimmt hat. Vai der geschworen hat seinen kleinen Bruder zu schützen, nimmt widerwillig seinen Platz ein und findet seine Bestimmung,

Ftonim, steht seiner Freundin Myn zu Seite, gemeinsam mit ihrer Cousine Jemsi, bringt er etwas Licht in Myns dunkles Leben, doch es wird auch immer klarer wen Ftom wirklich liebt.

Ich könnte euch jetzt zu jeder handelnden Person etwas erzählen, sie alle sind miteinander verknüpft, alles was sie tun hat Auswirkungen auf das Leben der anderen. Das wird besonders an Pektay Fno deutlich, die Buchhändlerin spielt wohl nur auf den ersten Blick eine Nebenrolle, als eine Frau mit nach singischen Vorstellungen, eher lockeren moralischen Ansichten. Sie wird uns noch überraschen, so hoffe ich, denn ich mag sie gern.

Ein bisschen was muss ich euch aber noch über die Handlung erzählen. Wir verlassen Singis dieses Mal nicht nur, um über Nys Aufenthalt auf der Erde, sondern treffen auf einem Außenposten auf terranische und Diplomaten von Nostor. Die gemeinsam die Beziehungen zu Singis weiter ausbauen wollen und vor allem friedlich mit den Drachenfrauen, den Draconigenae in Kontakt treten wollen. Dass dies Ktorram Asnour Plänen zuwider läuft, muss sicher nicht extra betont werden.

vielschichtige Handlung, gepaart mit der Verknüpfung aller handelnden Personen

Das fesselnde Ausmaß dieses dritten Teils des siebenteiligen Zukunftsepos, mit seinen beeindruckenden 600 Seiten (inklusive Namensverzeichnis) hat mich restlos begeistert. Die Entwicklung der Geschichte auf Singis und die Verflechtung der Charaktere haben mich so sehr in ihren Bann gezogen, sodass ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte. Die zunehmende Vertrautheit mit den singischen Verhältnissen und die Entwicklung der Hauptfiguren zu vertrauten Freunden haben die Lektüre noch intensiver gestaltet. Die Beschreibung der schwierigen Lage der Frauen auf Singis und die persönlichen Kämpfe von Mynrichwy verleihen der Handlung eine emotionale Tiefe. Der blutige Konflikt mit den Drachenfrauen und die machthungrigen Intrigen von Ktorram Asnour schaffen eine faszinierende Kulisse.

Die vielschichtige Handlung, gepaart mit der Verknüpfung aller handelnden Personen, hebt dieses Epos auf ein beeindruckendes Niveau. Insgesamt bin ich restlos begeistert von diesem packenden Werk und freue mich auf die Fortsetzung dieser faszinierenden Reise durch eine fesselnde Welt.

Die Erste Tochter / Narrenbraut

Katharina Maier
Die erste Tochter (Narrenbraut)
epubli
ISBN: 9783757535926

© Manuela HahnLesenswertes aus dem Bücherhaus, 2024

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