»Der Tanz des Mörders« von Miriam Rademacher

Die aus Osnabrück stammende Autorin Miriam Rademacher hat sich mit einer Konstellation um den ehemaligen Tanzlehrer Colin Duffot in die Herzen der Leser geschrieben. Die Reihe mit den Cozy-Crime-Geschichten spielt in England und folgt den Regeln derer von Miss Marple und Pater Brown. Colin Duffot möchte seinen Vorruhestand genießen und ist gerade in das kleine, beschauliche Dorf gezogen. Beim Dartspielen im Pub mit Pater Jaspers erfährt er, dass noch nie jemand gegen den gewonnen hat. So auch Colin, weshalb er dazu verdonnert wird, eine ältere Dame mit seiner Gesellschaft zu betreuen. Doch dann trifft er die Dame Tod an. Am selben Tag wird in der Nähe ein junges Mädchen tot aufgefunden.

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»Das Licht« von T.C. Boyle

Mit einem Prolog, in welchem die Entstehung der künstlichen Droge LSD geschildert wird, beginnt der neue Roman des amerikanischen Schriftstellers T.C. Boyle, der just in den vergangenen Tagen seine Lesereise in Deutschland hinter sich hat. In diesem Roman geht es um Drogen, ein Thema, welches Boyle nicht gerade zum ersten Mal aufgreift. In den 1960er Jahren machte er selbst seine Erfahrungen damit und konnte sich erst mit der Schriftstellerei aus diesem Sumpf befreien. Die Haupthandlung des Romans spielt allerdings nicht wie der Prolog 1943, sondern zwanzig Jahre später in der amerikanischen Gesellschaft. An der Harvard Universität beginnt Professor Timothy Leary ein Forschungsprojekt mit der synthetischen Droge. Er möchte in einem groß angelegten Experiment zusammen mit anderen Dozenten und seinen Studenten positive Bewusstseinserweiterung nachweisen. Der Roman zeigt den Werdegang des Forschungsprojektes anhand dreier Protagonisten: Fitz, seiner Frau Joanie und seines Sohnes Corey. Diese drei sind die Hauptfiguren, die die Handlung vorantreiben und aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird. Anhand ihres Schicksals und ihrer Entwicklung begleitet der Leser Learys Projekt.

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»Todesstrand« von Katharina Peters

Dies ist der erste Fall für Emma Klar. Emma war mit Leib und Seele Polizistin. Doch dann lief ein Einsatz bei der Ermittlung gegen Menschenhändler schief und sie bekam eine neue Identität. Sie ermittelt nun als Privatdetektivin in Wismar weiter. Das BKA stellt ihr eine erfahrene Beamtin zur Seite. Dadurch ermittelt sie eigentlich nicht ganz privat, sondern verdeckt mit Unterstützung der Behörden. In ihrem ersten Fall wird sie von dem Vater eines verschwundenen Mädchens beauftragt, seine Tochter zu finden. Dabei stößt sie auf weitere verschwundene Mädchen. Schließlich muss sie feststellen, dass ihr Peiniger, weshalb sie seinerzeit eine neue Identität erhalten hatte, irgendwie in dieser Sache verwickelt ist und ihr auf die Schliche zu kommen droht.

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»Eine Familie in Deutschland« von Peter Prange

Der Schriftsteller Peter Prange beobachtet, recherchiert und hört aufmerksam zu. Und er beschäftigt sich mit einem Thema, bevor sich dieses schließlich in einem fulminanten Roman seine Bahn bricht. So auch in seinem neuesten Werk „Eine Familie in Deutschland“, wovon momentan der erste von zwei Teilen vorliegt.Wie auch schon in einigen seiner anderen Romane geht es in diesem um die nationalsozialistische Vergangenheit und was diese Auswüchse mit den Menschen machen. Nun hat ihn die Frage beschäftigt, was er gemacht hätte, wenn er in der damaligen Zeit gelebt hätte. Dafür hat er ein Figurenensemble geschaffen, welches fast alle Charaktereigenschaften der menschlichen Gesellschaft beinhaltet. Komprimiert wurde dies auf eine Familie sowie deren Freundes-, Bekannten- und Verwandtenkreis.

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»Longmire – Bittere Wahrheiten« von Craig Johnson

Auf diesen Roman war ich neugierig, als ich ihn im Buchhandel entdeckte. Schließlich habe ich alle Folgen der Fernsehserie gesehen und bereits drei Romane in englischer Sprache gelesen. Nun hatte ich Gelegenheit, die erste ins Deutsche übertragene Fassung eines Romans dieser Reihe zu lesen soll ich sagen?

Die Handlung ist natürlich eine typische Longmire-Handlung, bei der die Ermittlungen nicht unbedingt im Vordergrund stehen. Selbstverständlich gibt es Tote, selbstverständlich gibt es Verbrechen, selbstverständlich ermittelt der Sheriff nicht nur in seinem Revier, sondern auch im nahegelegenen Reservat, selbstverständlich sind auch amerikanische Ureinwohner, wie man die Indianer seit neuesten nennen solle, hier im Spiel. Aber was der Western der Gegenwart vor allem herrüberbringt und wofür er lesenswert ist, ist die Atmosphäre.

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»Gut Greifenau – Nachtfeuer« von Hanna Caspian

Der zweite Band der Gut Greifenau Trilogie hält erneut einige Überraschungen bereit. Er umfasst die Jahre von 1914 bis Ende 1917, quasi den gesamten ersten Weltkrieg. Während Deutschland wegen der Dauer des Krieges, der ja nur ein paar Wochen dauern sollte, immer mehr im Abgrund versinkt, versuchen die Herrschaften von Greifenau ihre noble Fassade aufrechtzuerhalten, was ihnen nur leidlich gelingt.

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Helen Fields: Die perfekte Unschuld

Die Handlung beginnt mit zwei Mordfällen in Edinburgh, die in einer Nacht geschehen. Das eine Opfer ist ein Mann, der inmitten eines Rockfestivals erstochen wurde. Er selbst hat getanzt und nicht viel verspürt, weil der Schnitt so schnell ausgeführt wurde. Die Geschwindigkeit der Tat ist aber auch der Grund dafür, dass der Täter auf den Überwachungskameras nicht zu erkennen ist. Das zweite Opfer ist eine Krankenschwester. Die Spurensicherung findet an beiden Tatorten nichts Verwertbares. Gekannt haben sich beide Opfer nicht. Die Polizei kann keinen Zusammenhang zwischen den Opfern herstellen, außer dass beide als „gute Seelen” galten, die hilfsbereit und freundlich gegenüber anderen waren.

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»Tödliche Sonate« von Natasha Korsakova

Die Autorin ist Violinsolistin und reist für Konzerte um den gesamten Globus, aber immer wieder auch nach Rom. Der vorliegende Roman ist ihr Debütroman. Wen wundert es, dass das Thema dieses Kriminalromans die klassische Musik, Stradivaris Violinen und das Business drumherum sind?

Die hochangesehene Inhaberin einer Künstleragentur wird ermordet aufgefunden. Doch wer auf der prominenten Leiter steht, wird auch angefeindet. Sowohl von abgewiesenen Künstlern, von Wettbewerbern, Mitarbeitern und nicht zuletzt von Familienangehörigen. Der Commissario Di Bernardo hat es nicht leicht, zusammen mit seinen Kollegen den Dschungel an Lügen, Intrigen, Wahrheiten und Halbwahrheiten zu lichten.

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»Die Samariterin« von Ulrike Bliefert

Am Rande der Eifel pflegt die Krankenschwester Susanne in einer abgelegenen Forstvilla ihre kranke Mutter. Hingebungsvoll verzichtet sie auf ein eigenes Leben, obwohl ihre Mutter wie ein Drachen nie ein gutes Wort an sie richtet. Die Mutter setzt alles daran, dass Susanne nicht an ein Leben außerhalb der Villa denkt.

Doch dann tritt eine alte Schulfreundin Susannes auf den Plan. Die ist Psychologin in der JVA Diez und betreut Strafgefangene. Sie versucht Susanne zu animieren, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Zaghaft nimmt Susanne einen Briefwechsel mit einem Strafgefangenen auf. Doch aus den Briefen wird mehr und das Unheil nimmt seinen Lauf.

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»Abendglanz« von Hanna Caspian (Gut-Greifenau-Trilogie)

„Abendglanz“ ist der erste Band der brandneuen Familiensaga von Hanna Caspian, die als „Gut Greifenau“-Trilogie im Handel verfügbar ist. Alle drei Bände werden bis März 2019 erscheinen.

Es ist Mai 1913. Die Zeiten sind im Umbruch. Die Grafenfamilie von Grafenau hält traditionell an eingefahrenen Wegen und Ritualen fest. Doch den Kindern wird das Korsett der adligen Etikette zu eng. Der alte Patriarch verstirbt bald, sein Sohn hat bisher nur gelernt, Lebemann zu sein. Doch er ist der Erbe des Gutes und regiert fortan als neuer Patriarch. Aber sein Sohn Konstantin hat Landwirtschaft studiert und brennt darauf, seine Ideen dem Vater vorzustellen und das Gut für die Zukunft fit zu machen. Sein Großvater hatte ihn mit „dem neuen Zeug‘ ins Leere laufen lassen. Obwohl sein Vater nicht viel von Landwirtschaft versteht, will der die Zügel aber nicht aus der Hand geben. Konstantins Schwester Katharina verliebt sich in einen etwa gleichaltrigen Industriellenjungen. Obwohl dessen Eltern, somit auch er, steinreich sind, kommt für die Gräfin eine Verbindung von Katka mit Julius nicht infrage. Die Hauptberufung der Gräfin besteht darin, ihre Tochter so teuer wie möglich zu verheiraten. Da kommt ihr ein Neffe des Kaisers gerade recht. Doch Katharina wehrt sich.

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»Flucht nach Mexiko« von James Lee Burke

Dave Robicheaux, Protagonist dieser Krimi Reihe von James Lee Burke, wird in diesem Roman an alte Vorgänge in seinem Leben erinnert. Obwohl er seine Erinnerungen lieber verdrängen würde, zwingt ihn das Geständnis eines alten Mannes zum Gegenteil. Die Ereignisse um das Verschwinden von Ida Durban treten in den unmittelbaren Vordergrund. Sein Halbbruder Jimmy war damals so verknallt in Ida, dass der so viele Jahre kaum an ein anderes Mädchen gedacht hatte. Jimmy und Ida wollten damals nach Mexiko abhauen und ein neues Leben beginnen. Doch Jimmy wartete an dem ausgemachten Termin umsonst, Ida kam nie. Von dem Tag an blieb sie verschwunden. Und je mehr Zeit verging, umso mehr glaubte Jimmy, dass sie tot war.
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»Madame Bertin steht früh auf« von Julie Masson

Ab nach Paris, dachte ich mir und griff bei diesem Buchtitel und seinem Klappentext zu. Für Kriminalromane im „Miss Marple“-Stil gibt es ja schon eine ganze Reihe von Autorinnen und Autoren, z. B. ermittelt in Cornwall „Miss Mabel“ (Rebecca Michéle) oder am Niederrhein „Kati Küppers“ (Barbara Steuten). Wenn der Verlag also einen Krimi als die „Miss Marple von Paris“ ankündigt, dann wird er gewisse Erwartungen bei den Lesern wecken. Und diese werden im vorliegenden Roman erfüllt.

Madame Bertin ist Inhaberin einer Bäckereikette in Paris. Sie hat als Bäckermeisterin höchste Ehren erlangt und darf deshalb den französischen Präsidenten im Elysée-Palast beliefern. Doch nun möchte sie sich zur Ruhe setzen und hat die Geschäftsführung an ihren Neffen abgegeben. Plötzlich sieht sie im Haus gegenüber hinter einer Fensterscheibe eine blutige Hand hinabgleiten. Aufgeregt begibt sie sich dorthin, weil sie einen Unfall vermutet. Doch da ist im Hausflur und an dem Fenster nichts zu entdecken. Ihr Anruf bei der Polizei lässt sie jetzt dumm dastehen. Doch nicht mit Madame Berti!. Sie ist fest davon überzeugt, dass in diesem Haus ein Verbrechen geschehen ist. Schließlich weiß sie doch, was sie gesehen hat. Ihr Counterpart von der Polizei ist da ganz anderer Meinung. Die Verwicklungen machen den Roman immer spannender. Dadurch, dass das Setting schon durch den Lieferantenstatus an die Regierungskreise heranreicht, zeigen die verschiedensten Spuren wunderbar auch in diese Richtung. Zudem gibt es ein zwielichtiges Restaurant, in welchem gepokert wird. Die Pokerrunden sind ebenfalls mit hochrangigen Geschäftsleuten und Politikern besetzt.

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