Nachdem ich kürzlich über den Korsaren Robert Surcouf gelesen habe, tauchte ich gleich wieder mit »Scarlett« von Christopher C. Tubbs in ein Piratenabenteuer ein. Diesen Roman habe ich jedoch auf Englisch gelesen.
Scarlett – ein Mädchen aus „Schrot und Korn“
Scarlett ist ein Zwilling und hat noch einen Bruder. Ihr Vater ist Freibeuter und für ihn steht eigentlich fest, wo wie es immer war, dass der Sohn in seine Fußstapfen treten soll, während die Tochter eine gute Partie in einer Ehe abgeben soll.
Aber der Vater hat nicht mit der Dickköpfigkeit seiner Tochter gerechnet. Schon als Kinder schickte sich Scarlett an, ihren Bruder aus den Klauen anderer Kinder zu befreien. Sie lernte mit Waffen umzugehen und sie verstand sehr viel vom Seemannshandwerk. Ihr Vater hatte nicht mehr viel zu sagen, als sie sich gleich ihrem Bruder ein Schiff nahm und auf Beutezug hinaussegelte.
Im Laufe der Jahre verschlug es Scarlett in die Karibik. Ihr Hauptgegner wurden die Spanier. Teils schmiedete sie dafür auch Allianzen mit Franzosen, Iren, Italienern und Freibeuter aus anderen Nationen. Liebschaften kamen auch nicht zu kurz und imnmner wieder musste sie beweisen, dass sie das Kommando führte und kein Mann. Auch persönliche Verluste musste sie einstecken, aber sie tließ sich trrotzdem nicht unterkriegen.
Der Autor Christopher C. Tubbs reiht ein Abenteuer an das nächste. Die Protagonistin muss viele Kämpfe und Prügeleien überstehen. Sie wird aber nicht nur als Kämpferin gezeigt, sondern auch als intelligente Frau, die so manchem Mann etwas voraus hat. Sie kommt den Lesern nah und ihr Charakter wird immer plausibler.
Das Flaire von Seefahrt, Piraten und Karibik zur damaligen Zeit – denn schließlich ist es ein fiktiver historischer Roman – lässt die Leser in diese vergangene Zeit abtauchen und die Gegenwart vergessen. Christopher C. Tubbs ist Profi darin, Leser in eine Ferne Welt zu entführen, denn dieser Roman ist nicht sein erster und wird wahrscheinlich auch nicht sein letzter Seefahrtsroman sein.
Was mir aber bei diesem Roman besonders gefehlt hat, ist ein roter Faden, der mir zu Beginn sagt, was das Ziel für die Protagonistin sein soll. Klar es wird gezeigt, wie sich eine Frau unter Männern behauptet. Noch dazu in einer Zeit, in der Frauen nicht viel zu sagen hatten. Aber davon abgesehen, das Scarlett immer ein Schiff führen wollte und viel Reichtum damit erbeuten wollte, wurde ihr kein besonders Ziel auferlegt.
Es bleibt mir dennoch, allen Lesern viel Spaß in der Karibik und zwischen den Freibeutern zu erleben und diesen Roman zu genießen.
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Christopher C. Tubbs
Scarlett
Joffe Books
ASIN: B0CTKLKQ84
Rezension von:
© Detlef Knut, Düsseldorf 2026
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