»Der Holcroft-Vertrag« von Robert Ludlum schildert eine abwechslungsreiche Jagd auf Menschen und Vermögen, die eine Verbindung mit dem faschistischen Hitler-Regime haben. Robert Ludlum ist ein Klassiker unter den Spannungsschriftstellern und präsentiert auch in diesem Roman eine Wendung nach der anderen, um die Leser zum Weiterlesen und Weiterblättern zu verleiten.
»Der Holcroft-Vertrag« – Im Dienste der Nazis
Bei »Der Holcroft- Vertrag« geht es um 780 Mio. Dollar, die von der von drei Spitzenkräften des Naziregimes abgezweigt wurden. Da das höchste Finanzgenie aus Hitlers Umfeld dabei ist, wurden die unterschiedlichsten Quellen angezapft, um das Geld dem Dritten Reich zu stehlen und umzuleiten. Als Begründung wird angegeben, dass diese drei Männer Skrupel wegen der Morde im Krieg hatten und das Geld für spätere Wiedergutmachung verwendet werden soll.
Mit dieser Begründung wird Noel Holcroft, leiblicher Sohn des damaligen Finanzgenies, dreißig Jahre später nach dem Krieg manipuliert, um bei der Beschaffung des Geldes und dessen anschließender Verteilung zur Wiedergutmachung mitzuwirken. Dafür sind neben ihm zwei weitere Kinder der anderen beiden Nazischergen notwendig, um an das Geld zu gelangen.
Damit hat Robert Ludlum eine Grundlage für die Geschichte geschaffen, die an unterschiedlichen Schauplätzen der Erde spielt und bei der Militär, Polizei, Geheimdienste und Regierungsorganisationen nicht unwesentlich in Erscheinung treten.
Spannendes Verwirrspiel
Der Protagonist bekommt es mit unterschiedlichen Organisationen zu tun, die alle an das Geld wollen. Dazu gehören welche, die die Nachkommen aller Nazis auslöschen wollen. Aber auch solche, die die Nazijäger vernichten wollen. Und es gibt welche, die das Vierte Reich errichten wollen, um das Erbe Hitlers anzutreten.
Die Spannung ist so extrem hoch, weil man einfach nicht weiß, wer richtige Aussagen macht und wer nicht. Und immer, wenn jemand getötet wird, hat man das Gefühl, dass man bei dieser Figur falsch lag.
Das Original »The Holcroft-Covenant« stammt aus den 1970er Jahren. Es hat aber nichts von seiner Brisanz verloren, spielt mit den verschiedenen Verschwörungstheorien und zieht eine Linie zum aufblühenden Rechtsnationalismus in allen Regionen der Welt.
Robert Ludlum
Der Holcroft-Vertrag
Aus dem Amerikanischen von Heinz Nagel
Heyne, München
ISBN: 9783943168457
Rezension von:
© Detlef Knut, Düsseldorf 2023
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