Mondblond

»Mondblond« von Lars Winter

Eher zufällig bekam ich diesen Kriminalroman in die Hand. Es handelt sich um den ersten Fall eines eigenartigen Ermittlerteams. Zunächst ist da Ulf Norden, seines Zeichens Künstler und Dozent beim LKA Niedersachsen. Zu seinem Partner entwickelt sich Pfarrer Klinger, Kunstliebhaber und durch Erbschaft Millionär, der gerne sein Maserati ausfährt. Norden wurde in seine Heimatstadt Emden gerufen, zum Begräbnis seines Vaters, zu dem er seit vielen Jahren ein gestörtes Verhältnis pflegte. Eigentlich wollte er sich schon lange mit dem Vater versöhnen, doch der hat sich durch den Tod nun der Versöhnung entzogen. Aber Pfarrer Klinger, der sich als Freund des Vaters bezeichnet, hat einen Brief vom Vater an seinen Sohn. Während des Begräbnisses fällt Norden eine junge, elegante Dame auf, die offenbar niemand aus der Trauergemeinschaft kennt. Kann der Brief seines Vaters das Geheimnis um diese fremde Frau lüften?
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»Hohes Tier« von Nadja Quint

Bei dem auf Rügen spielenden Kriminalromanen geht es um Tierliebe und Tierleid, wobei Leichen in vielfältiger Form eine Rolle spielen.

Seit einem Jahr erhöht sich die Anzahl an Katzen auf dem Anwesen von Segert drastisch. Kein Mensch im Dorf weiß, warum es bei dem Kochbuch schreibenden Ex-Landwirtschaftsminister zu dieser extremen Katzenliebe gekommen ist. Sein Nachbar ist jedenfalls empört. Der betreibt eine Pension und hat sich stets Gäste aus dem ganzen Deutschland. Doch nicht nur die beschweren sich über den bestialischen Gestank, den die unzähligen Katzen auf dem Nachbargrundstück machen. Pensionsinhaber Rabe macht Anzeige bei der Polizei wegen Tierquälerei. Die reist zu einer Razzia mit einigen Kollegen aus dem Tierheim und von einer Tierschutzorganisation an. Doch bei der Jagd nach den Katzen stoßen sie auf eine weibliche Leiche im Garten Segerts. Sie ist dort unter einer Plane versteckt. Segert wird in Untersuchungshaft genommen.

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Das Erbe der Rosenthals

»Das Erbe der Rosenthals« Armando Lucas Correa

Es ist der Debütroman eines mehrfach für seinen Journalismus ausgezeichneten Autoren. Und ebenso meisterlich präsentiert er seinen Roman, mit dem er ein ganz persönliches Herzensthema verarbeitet hat. Doch worum geht es?

Die elfjährige Anna ist ohne Vater aufgewachsen. Er kam bei einem Unfall ums Leben als ihre Mutter mit ihr noch schwanger war. Ein Brief von der Familie ihres Vaters, die auf Kuba lebt, und enthält Hinweise und Fotos der Familie ihres Vaters. In Anna wird das Interesse für die Familie des unbekannten Vaters geweckt. Doch erst als sie sich mit ihrer Mutter von New York auf eine für sie abenteuerliche Reise nach Kuba begibt, bekommt sie die Gelegenheit, in direkten Gesprächen mit der Großtante, die ihren Vater aufgezogen hat, und von der sie ihr Aussehen geerbt hat, ihren Vater und dessen Familie kennenzulernen. Parallel zu den Recherchen von Anna in der Gegenwart wird die Flucht von Hannah und ihren Eltern aus dem Deutschland von 1939 geschildert.

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