Jetzt erschien mit »Endzeit« der dritte Kanada-Krimi von Frauke Buchholz, der sich wieder um die Thematik der indigenen Bevölkerung und zusätzlich um das gesellschaftliche Chaos der momentanen Zeit bemüht. Weitere Fälle für den Profiler Ted Garner, der offiziell nicht mehr für die kanadische Polizei arbeitet.
Chaos im Wildpark – Endzeit
Ted Garner, einer der erfolgreichsten Profiler der Royal Canadian Mountain Police (RCMP) hat sich suspendieren lassen und arbeitet als Psychotherapeut. Er selbst bezweifelt, dass er gut darin ist. Seine Sitzungen mit Patienten geben ihm anscheinend recht.
Während er privat in alten, nicht zufriedenstellend gelösten Fällen steckt und er es daraufhin mit einer sehr unschönen Drohung und Machtdemonstration seitens der Mafia zu tun bekommt, wird er von seinem ehemaligen Chef bei der RCMP um Hilfe gebeten. Eine Mutter und zwei ihrer Kinder sind bestialisch mit einer Axt ermordet worden. Ihr Ehemann und der kleinste Sohn Felix sind offenbar mit dem Leben davongekommen, wurden aber entführt. Der Großvater der Kinder ist ein steinreicher Unternehmer und hängt ausschließlich an seinem Enkel Felix, den er unbedingt zurück haben möchte. Sein Sohn Peter und Onkel der KInder will ihm helfen, schaltet aber entgegen den Regeln der Entführer die Polizei ein.
Ted Garner betreut Peter als Psychologe und erläutert die Möglichkeit einer Geldübergabe, die in einem Wildpark stattfinden soll. Doch die Entführer haben vorgesorgt.
Der Glaube an die Vorhersagen von Nostradamus
In diesem neuen Roman verzichtet Frauke Buchholz auf mehrere parallele Stränge. In „Endzeit“ geht es vor allem um die Befreiung des entführten Enkels. Selbst Morde hängen scheinbar irgendwie mit dieser Entführung zusammen. Der Täter ist dann schließlich doch eine Überraschung. Seine Motivation erstaunlich, obwohl auf diese in mehreren Kapiteln immer wieder hingewiesen wird.
Auch in ihrem aktuellen Roman vermittelt Frauke Buchholz den Lesern kompetent ausführliche Einblicke in die Behandlung der Ureinwohner sowie deren Traditionen und Emotionen innerhalb der gegenwärtigen kanadischen Gesellschaft. Die Natur Kanadas spielt ebenfalls eine zentrale Rolle und wird lebendig beschrieben. Diese eindrucksvollen Landschaften verstärken die emotionale Tiefe der Handlung. Letztlich führt die Suche nach dem Enkel zu unerwarteten Erkenntnissen über Identität und Zugehörigkeit.
Die Figuren in Frauke Buchholz‘ Roman sind glaubwürdig und detailliert gestaltet. Ihre Beweggründe und Überlegungen sind nachvollziehbar und erhöhen die Glaubwürdigkeit der Erzählung. Die Autorin versteht es, die Spannung durchgehend zu steigern und den Leser bis zum Ende zu fesseln. Das Thema der indigenen Völker Kanadas wird einfühlsam behandelt und regt zum Nachdenken über Fragestellungen zur heutigen Gesellschaft in Zeiten eines Donald Trump an.
Die sehr langen Absätze, die sich teilweise über mehrere Seiten ziehen, haben mir jedoch nicht gefallen. Den Lesern wird keine Gelegenheit zur Pause gegeben. Dadurch werden viele Abschnitte schwer lesbar und es besteht die Gefahr, dass diese Stellen überblättert werden, was bedauerlich wäre.
Ich kann den Krimi nur empfehlen, denn er ist nicht nur aufregend, sondern behandelt auch ein Thema, das mir persönlich sehr am Herzen liegt und sehr interessiert. Und er zeigt, wie aus Wahnsinn Wirklichkeit werden kann. Also, zögere nicht und lies ihn!
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Frauke Buchholz
Endzeit
Pendragon
ISBN: 9783865329240
Rezension von:
© Detlef Knut, Düsseldorf 2026
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