Patridioten

Buchvorstellung „Patridioten“

In diesem Beitrag präsentiere ich den Thriller „Patridioten“. Leser, die ein packendes erzählerisches Erlebnis von der ersten Seite an suchen, sind hier bestens aufgehoben. Das Werk bietet nicht nur aufregende Überraschungen, sondern auch eine umfassende Analyse von Beziehungen und Identität.

Zum Inhalt von „Patridioten“

In der beschaulichen Kleinstadt Voerde machen zwei Angler am Rhein eine gruselige Entdeckung: eine verstümmelte Leiche. Der mürrische Hauptkommissar Terhorst, kurz vor dem Ruhestand und stets mit einem grantigen Gesichtsausdruck unterwegs, und seine junge Kollegin Zhelyazkova, die gerade mal die 30 überschreitet, stolpern durch puren Zufall über einen seltsamen Heimatverein, der ziemlich radikale Ansichten hegt. Kaum haben sie das Rätsel begonnen zu lösen, tauchen im ehemaligen Bergbaudorf Lohberg drei weitere, ebenso bizarr präsentierte Mordopfer auf – ganz in der Nähe der Grenze zu den Niederlanden und an der Schnittstelle zum Münsterland. Es wird spannend!

Zhelyazkova und Terhorst entdecken auffällige Gemeinsamkeiten zwischen den Mordopfern und machen bald die Bekanntschaft eines geheimnisvollen Wissenschaftlers. Dieser hat sich in einer verlassenen Villa bei Neuss niedergelassen und wird dabei ständig von einem elegant gekleideten Herrn begleitet, der seine verrückten Experimente großzügig finanziert. Ihre Ermittlungen führen die Duisburger auf eine spannende Reise weit gen Osten, nach Magdeburg, wo eine weitere extremistische Gruppe eng mit den rheinischen Heimatschützern zusammenarbeitet.

Während der Verfassungsschutz vergeblich in seinen eigenen Untiefen wühlt, kämpfen die Kriminalbeamten mit einem bunten Mischmasch aus geheimnisvollen Runen, verworrenen Mandalas, esoterischen Sekten und cleveren Cyberkriminellen. Alles, um den Plan einer skurrilen Nazi-Bande aufzudecken, die ein Attentat auf ein Gotteshaus plant. Mit einer personellen und materiellen Ausstattung, die eher an eine verschlafene Dorfpolizei erinnert, scheint die Kripo Duisburg kaum eine Chance zu haben, das drohende Unheil abzuwenden.

Das Figurenensemble von „Patridioten“

Wiglaf Terhorst: Der kurz vor dem wohlverdienten Ruhestand stehende Kriminalhauptkommissar hat so gar keine Lust auf seine Ermittlungen. Statt sich um den Fall zu kümmern, schwirren ihm Gedanken an seinen betagten Scirocco, die großartigen Musikstars der 1970er und 1980er sowie an seine frisch entdeckte Zuneigung zur Gerichtsmedizinerin Dr. Lea-Châu Huỳnh durch den Kopf. Mit seiner jungen Kollegin Zhelyazkova kann er überhaupt nichts anfangen und findet sie obendrein ziemlich nervig. Ihre Generation-Z-Attitüde, ihr unermüdlicher Arbeitseifer und ihre ganzen Eigenheiten – kurz gesagt, ihre Jugend – treiben ihn schier zur Verzweiflung und drohen, die gesamte Falllösung zum Scheitern zu bringen. Doch Terhorst hat Geheimnisse, die Zhelyazkova nicht entgehen …

Boryana Zhelyazkova: Sie ist eine wahre Multikulti-Ikone aus dem Ruhrgebiet mit einem bunten Mix aus deutschen, türkischen und bulgarischen Wurzeln, steht kurz davor, die magische 30 zu knacken. Warum sie sich für den Beruf der Polizistin entschieden hat, weiß sie selbst nicht so genau – das sagt sie zumindest gerne. Doch in ihrem Inneren brodeln Erinnerungen an ein Loveparade-Drama, ein vermisster Zwillingsbruder und allerlei andere seelische Päckchen, die sie bei ihren Ermittlungen intensiver entdecken muss, als ihr lieb ist. Ihr kleiner Flirt mit dem charmanten Gerichtsmediziner Jonas Frieborn ändert daran nichts – im Gegenteil, das macht die Sache nur noch komplizierter!

Jost Neukäther: 60 Jahre alt und auch bekannt als Iulius Civilis, ist ein Immobilienmakler aus dem malerischen Niederrhein. Er sitzt an der Spitze des Heimatvereins „Die gute Heimat bewahren“ e.V. und hat eine ganz eigene Vorstellung von einer germanischen Weltanschauung. Sein Idol? Natürlich Iulius Civilis, der einst einen erfolgreichen Aufstand der Germanen gegen die Römer anführte. In der Fantasiewelt von Neukäther ist er der Anführer eines Aufstands der starken Deutschen gegen das „Bubblegum-Imperium“ der USA, dem Deutschland als Satelliten-Staat zugeordnet ist. Gemeinsam mit seinen Getreuen plant er ein etwas unkonventionelles Vorhaben: den Einsatz einer Aerosolbombe für ihren Aufstand.

Carolin Ridderskotten: Besser bekannt als Veleda Com Equo, ist eine ebenso faszinierende wie exzentrische Dame Anfang dreißig und hat das Handwerk der Hufschmiedin erlernt. Ihre Persönlichkeit ist ein wenig narzisstisch angehaucht, denn sie ist nicht nur „V-Männin“ beim Verfassungsschutz, sondern spielt auch nach ihren eigenen Regeln. Als „Seherin“ hat sie ein erstaunliches Talent, die nächsten Taten vorauszusehen und sorgt somit dafür, dass der Mörder stets mit frischen Opfern versorgt wird …

Dr. jur. Christian-Maximilian Mittelstaedt: 65 Jahre alt, ist ein wahrer Vertreter des alten Geldadels aus der BRD. Sein Unternehmen blühte bereits zur Zeit von Adolf und hat sich durch eine Vielzahl von Stiftungen als geläutert präsentiert. In zahlreichen Aufsichtsräten nimmt er Platz und in seiner großen Kanzlei prangt sein Name auf einem schimmernden goldenen Schild – obwohl er dort längst nicht mehr das Zepter schwingt. Mit dem forensischen Experten Frieborn verbindet ihn nicht nur die Liebe zur Burschenschaft, sondern noch so manch andere Gemeinsamkeit …

Jonas Frieborn: 36 Jahre alt und ein Meister der Gerichtsmedizin, ist der heimliche Held in der Welt der Ermittlungen. Er hat das Herz der charmanten Ermittlerin Zhelyazkova erobert und stammt ursprünglich aus Köln, was ihm den Spitznamen „Ubier“ von seinen Freunden eingebracht hat. Ein echtes Schlitzohr, das beinahe Zhelyazkovas Untergang besiegelt, denn in seiner TikTok-Persönlichkeit als Podcaster CHLODEVECHUS hat er es gewagt, Personen wie Heydrich und Mengele als seine Idole zu präsentieren.

Die Autoren des Thrillers „Patridioten“: Jens E. Gelbhaar und Mart Wolff

Jens E. Gelbhaar, ein kreativer Kopf und Fotograf, erblickte 1965 das Licht der Welt als Sprössling einer Schifferfamilie. Aufgewachsen an der geheimnisvollen Grenze zwischen Niederrhein und Ruhrgebiet, tauchte er in die turbulente Welt der 1980er Jahre ein. Ein wenig von der Friedensbewegung inspiriert, und mit einem Hauch von Blues-Brothers-Style, war er „unterwegs im Auftrag des Herrn“. Zunächst als Lyriker aktiv, begann er bald, seine Leidenschaft für Erzählungen und knackige Prosa zu entfalten. Er schnappte sich die Koffer von Rockbands, arbeitete als Bauarbeiter, Altenpfleger und switchte durch die Fabriken, während er gleichzeitig in der Off-Szene des Ruhrgebiets sein Unwesen trieb. Dabei entstanden seine Theaterstücke „Am Rhein Graben“ und „Wegelagerer“. Mit einem Studium der Theaterwissenschaft und Germanistik im Rücken, fand er zudem seine zweite kreative Leidenschaft in der Fotografie. Sein Debüt in die kriminelle Literaturwelt feiert er mit „Patridioten“.

Mart Wolff. In einer Welt vor dem digitalen Boom aufgewachsen, stammt Wolff aus einem Handwerkerhaushalt. Während andere Dächer reparieren und Fugen abdichten, sorgt Wolff dafür, dass der Rechtsstaat nicht untergeht – und zwar mit Worten statt mit Mörtel. Einige seiner Texte sind so gut gelungen, dass sie sogar veröffentlicht wurden. Schon als Schüler engagierte er sich politisch, ob in der Schülervertretung oder lokal, und sieht es als seine Mission, gegen den Zeitgeist zu kämpfen, auch wenn das manchmal nach muffigen alten Ideen riecht. Seine gute Fußfitness könnte auch daran liegen, dass er seit vielen Jahren als „das andere Ende der Leitung“ fungiert. Wer am Niederrhein wohnt, wo die Niers fließt und Wolffs Heimat ist, kann häufig beobachten, wie Mensch und Hund in wunderbarer Harmonie ihre unterschiedlichen Ansichten ausleben …

Artikel von:
© Detlef Knut, Düsseldorf 2025
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Produktinformationen „Patridioten“

Herausgeber‏ : ‎ ‎ Early Bird Books
Erscheinungstermin‏ : ‎ 31. Oktober 2025
Auflage‏ : ‎ 1.
Sprache‏ : ‎ Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 374 Seiten
ISBN-10‏ : ‎ 3985760578
ISBN-13‏ : ‎ 9783985760572
Abmessungen‏ : ‎ 12.5 x 3.4 x 18.9 cm

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