Vermisst - Der Fall Anna

„Vermisst – der Fall Anna“ von Christine Brand

Der Fall Anna soll der Kommissarin Malou Löwenberg noch Kopfzerbrechen bereiten. Sie lernt über Tinder den 35-jährigen Dario Forster kennen, dessen Mutter seit seinem fünften Geburtstag als vermisst gilt. Auch Malou ist nicht bei ihren leiblichen Eltern aufgewachsen, sondern wurde nur wenige Tage alt in einem Korb vor der Wohnung ihrer späteren Adoptiveltern abgelegt und sucht immer noch nach Spuren ihrer leiblichen Eltern. Auch Dario will seine Mutter unbedingt finden und Malou, die gerade eine Woche Urlaub hat, tut alles in ihren Kräften stehende um ihn dabei zu unterstützen. Dabei stößt sie auf zwei weitere Vermisstenfälle, wo die Mütter jeweils am fünften Geburtstag ihrer Kinder verschwanden und bisher nicht gefunden werden konnten. Und sie lernt eine Frau kennen, deren Sohn kurz vor seinem fünften Geburtstag steht und …

Ich bin begeistert – „Vermisst – der Fall Anna“

Für mich war „Vermisst – der Fall Anna“ das erste Buch, das ich von Autorin Christine Brand gelesen habe. So kannte ich Malou Löwenberg, die wohl schon in anderen ihrer Geschichten mitspielt, noch nicht. Ich hatte aber nicht den Eindruck etwas Grundlegendes verpasst zu haben. Trotzdem werde ich mich mal über die anderen Bücher der Autorin schlau machen.

Christine Brand @brandmeldung nimmt mich in ihrer Geschichte mit nach Bern in die Schweiz, was ich sehr interessant finde, da ich bisher nur selten Krimis gelesen habe, die hier angesiedelt waren.

Ich liebe Cold Cases mit denen ich immer wieder auch in eine mehr oder weniger lange zurück liegende Zeit reisen kann. Hier sind es immerhin 30 Jahre, in die ich zurück blicken muss.

Die Menschen mit denen ich es hier zu tun bekomme, allen voran Malou und Dario, finde ich mit ihren Ecken und Kanten und ihren verschiedenen Lebensweisen sehr detailliert, lebensnah und eindrücklich gezeichnet. Mein Kopfkino hatte jedenfalls keine Probleme jeden Einzelnen in seinen Film zu integrieren. Ganz besonders gefällt mir natürlich Malou, die mir sehr sympathisch ist; die ihrer Vespa den Namen Bruna gegeben hat und die zusammen mit dem Friedhofswärter Ludwig, einem Freund ihres Vaters, einsamen Toten ohne weitere Angehörige das letzte Geleit gibt. Ich tauche in ihr Privatleben ein, das sich sehr gut in die gesamte Geschichte integriert. Auch Dario, der an jedem Geburtstag eine Karte von seiner vermissten Mutter bekommt, lerne ich privat näher kennen. Schnell entscheidet sich, dass er so gar nicht mein Typ ist. Warum das so ist und warum ich Landwirt Bruno Bärtschi und Malous Kollegin Bettina, von denen ich gerne mehr gelesen hätte, sehr interessant finde, das findet ihr beim Lesen vielleicht selbst heraus.

Der ruhige und doch rasante und spannende Erzählstil der Autorin bei „Vermisst – der Fall Anna“ hat mir sehr zugesagt. Damit sind mir die Seiten nur so durch die Finger geglitten. Und je näher ich dem Ende kam, je mehr Puzzleteile an ihren Platz fielen, desto spannender wurde es. Dann kam das Ende mit dem ich so absolut nicht gerechnet habe. Das ich aber absolut nachvollziehen kan. Und wieder kann ich es nicht fassen, was ein einzelnes Geschehnis mit oder aus einem Menschen machen kann.

„Vermisst – der Fall Anna“ ist der erste Band einer neuen Krimireihe um die sympathische Kommissarin Malou Löwenberg und ich freue mich heute schon, wenn sie demnächst als Privatdetektivin an neuen Vermisstenfällen arbeiten wird.

Christine Brand
Vermisst – der Fall Anna
Blanvalet, München
ISBN 9783764508289

Vermisst - Der Fall Anna

Rezension von
© Gaby Hochrainer, München 2024
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