BlutrauschBlutrausch

»Blutrausch – Er muss töten« von Chris Carter

»Blutrausch« ist ein weiterer Band (Bd. 9) der Hunter-und-Garcia-Reihe von Chris Carter. Die Ermittler Dr. Robert Hunter und Carlos Garcia jagen in einer Spezialeinheit des LAPD nach extrem brutalen Serienkillern. Obwohl Hunter schon mehrfach vom FBI für die BAU in Quantico abgeworben werden sollte, bleibt er seiner lokalen Spezialeinheit in LA treu und loyal zur Seite.

Blutrausch: Thriller über Loyalität und Tod

Hunter und Garcia werden zu einem extrem brutalen Mordfall gerufen. Die Leiche gibt klar zu erkennen, dass es sich um einen Fall für die ultra violent Einheit, kurz UV-Einheit, handelt. Die junge Frau wurde skalpiert und ihre Hände sind entfernt wurden. Außerdem sind die Wände ihrer Wohnung dermaßen in Blut getränkt, dass es den Anschein hat, es würde sich um einen extrem, brutalen Mord handeln.

Warum geht ein Täter so brutal vor? Doch die Ermittlungen zeigen Erstaunliches. [Spoilerwarnung!]Das Opfer hatte keine Schmerzen verspürt, als es getötet wurde, es ist auch nicht gefoltert worden- Die Verletzungen sind ihm post mortem zugefügt worden. Weil sich Hunter und Garcia diesen Mord und all das Blut erst recht nicht erklären können, entwickeln sie eine Theorie, dass es sich beim Täter in dessen Selbstbild vielleicht um einen Künstler handelt.

Dann bekommen die beiden Ermittler Besuch von dem Leiter der BAU in Quantico. Er bringt zwei seiner besten FBI-Agenten mit. Special Agent Erica Fisher eröffnet den Detectives, dass sie ab jetzt den Fall übernehmen.

Ein blutiges Meisterwerk von Carter

Das Zusammenspiel der Figuren in diesem Roman ist ein ganz besonderes Highlight, das Chris Carter inszeniert hat. Die mehr als arrogante und herablassend wirkende Agentin Fisher und der überaus sarkastische und stets mit Humor beseelte Garcia müssen zwangsläufig immer aufeinandertreffen. Hier kommt es zu wunderbaren Szenen, die immer wieder zum Schmunzeln anregen. Wobei man natürlich immer nur auf einer Seite der Parteien steht.

Blutrausch

Chris Carter erzählt diesen Thriller durchgehend aus der dritten Person, aber aus wechselnden Perspektiven erzählt. Das Vorgehen des Täters ist ein wichtiger Bestandteil der Dramaturgie. Dieser zweite Strang schleicht sich ganz langsam heran. Zu Beginn sind etliche Kapitel des Hauptstrangs zwischen den Täter-Kapiteln. Erst zum Ende des Thrillers, geht der Wechsel wesentlich schneller vonstatten und die Spannung wird auch damit enorm gesteigert.

Zur Steigerung der Spannung tragen aber nicht nur die schnelleren Wechsel der Stränge bei, sondern wie üblich auch die extrem kurzen Kapitel überhaupt. Und natürlich die Wendungen und Überraschungen, mit denen die Leser im Verlauf der Geschichte konfrontiert werden. Und ganz besonders können sich die Leser auf einen dermaßen Knaller in Sachen Überraschung freuen, der mich fast aus meinem Sessel geschleudert hat. Damit konnte man absolut nicht rechnen. Einfach nur Wow!

»Blutrausch« von Chris Carter zieht die Leser von der ersten Zeile an und hält sie bis zur letzten Seite gefesselt. Die Figuren, sowohl die, die man gerne hat, als auch die, die man weniger mag, sind stets glaubwürdig und verleihen der Handlung eine menschliche Dimension. Der vertraute Schauplatz erinnert an viele bekannte Erzählungen und schafft ein Gefühl der Vertrautheit. Doch das wahre Highlight des Buches ist der komplexe Plot, der mit unerwarteten Wendungen und überraschenden Enthüllungen aufwartet, sodass man gar nicht anders kann, als weiterzulesen.

Seid gewarnt: Die extreme Brutalität könnte für diejenigen mit lebhaften Vorstellungen eine echte Prüfung sein. Doch für all jene, die den Mut haben, sich darauf einzulassen, ist »Blutrausch« ein unverzichtbares Erlebnis – eine fesselnde Geschichte, die einen nachhaltig beeindruckt.

Blutrausch

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