»Helena« ist der neue historische Roman von Iny Lorentz, in dem uns die Protagonistin Helena, genannt Lene, zu den Todesschwestern ins Griechenland des 19. Jahrhunderts führt.
»Helena« – Das Schicksal der Todesschwestern
Lene ist die Tochter des angesehenen Professors Huber. Ihr wurde vor einigen Jahren gesagt, dass ihre Mutter verstorben war. Durch besondere Erlebnisse fühlt sich Lene zu Griechenland und den Griechen hingezogen und verfolgt deren Freiheitskampf gegen die Unterdrückung vom Osmanischen Reich.

Leider ist ihr Vater ein entschiedener Gegner von allem, was mit Griechenland zu tun hat. Lene kann es sich nicht erklären, warum ihr Vater die Griechen so hasst und verabscheut.
Aber zugegebenermaßen hat sie einen ziemlichen Dickkopf und will sich ihre Liebe zu Griechenland nicht verbieten lassen. Es kommt zum Streit mit dem Vater, der sie daraufhin in ihr Zimmer einsperren lässt. Monatelang!
Doch dabei erfährt Lene von der Haushälterin, dass ihre Mutter noch lebt und nach Griechenland gegangen ist. Auch hat Dagmar noch einen Brief von der Mutter an Lene, der inzwischen viele Jahre alt ist. Die Mutter hatte die Haushälterin bei ihrem Weggang gebeten, stets ein Auge auf ihre Tochter zu haben und sich um sie zu kümmern.
Nun gibt es für Lene nur noch einen Wunsch: aus ihrem Zimmer auszubrechen, nach Griechenland zu reisen und ihre Mutter suchen!
»Helena«: Mit Lene nach Griechenland des 19. Jh. reisen
Das Schriftstellerehepaar informiert erneut über verschiedene historische Ereignisse, die sie mit einer spannenden und fiktiven Erzählung verknüpfen. Das Schicksal von Helena fesselt die Leser sofort, nicht zuletzt wegen des grausamen Charakters ihres Vaters. Iny Lorentz gelingt es, die Leser mühelos in die Handlung einzuführen und sie sofort in die Geschichte eintauchen zu lassen. Die von ihnen geschaffene Atmosphäre erweckt die Vergangenheit zum Leben. Dank der detaillierten Charakterzeichnungen erkennen Leser sofort, wer die Guten und wer die Bösen sind. Dennoch gibt es im Verlauf der Geschichte noch viele unerwartete Wendungen.
Helena zog mich in ihren Bann, nicht zuletzt wegen der knackigen Kapitel, die das Leseerlebnis intensivierten. Der Roman ist in verschiedene Abschnitte gegliedert, und jeder Abschnitt umfasst zehn bis zwölf kurze Kapitel, die lediglich ein bis fünf Seiten lang sind. Diese Struktur fördert ein flüssiges Lesen und hält die Spannung der Geschichte hoch. Die fesselnde Handlung ließ mich einfach nicht los.
In diesem Roman stehen Abenteuer im Vordergrund, während Intrigen eher in den Hintergrund treten. Eine Deutsche findet sich in einer fremden Welt zwischen unbekannten Griechen wieder, und die Erlebnisse sind durch Kämpfe und Schlachten gegen die Türken, Überfälle und Raubzüge geprägt. Diese Elemente verleihen dem Werk eine gewisse Verwandtschaft zu den Erzählungen von Karl May. Geschickt werden die historischen Ereignisse in die Handlung eingeflochten, was das Interesse des Lesers stets aufrechterhält. Am Ende des Buches gibt es einen historischen Überblick, der das Geschehen zusätzlich beleuchtet. Ein Personenverzeichnis und ein Glossar, das einige Begriffe erklärt, bedienen den Wissensdrang der Leser.
Ich lade euch ein, in die fesselnde Welt des historischen Romans „Helena“ einzutauchen. Dieses Buch verspricht nicht nur spannende Unterhaltung, sondern ist auch perfekt geeignet für all jene, die auf der Suche nach einer unterhaltsamen Lektüre sind.
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Iny Lorentz
Helena. Das Schicksal der Todesschwestern
Heyne, München
ISBN 9783453275836
Rezension von:
© Detlef Knut, Düsseldorf 2026
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