Der Roman »Es waren zwei Lichter« ist der Debütroman von Torbven Feldner. Es ist ein Historienkrimi und Psychodrama, der viel Spannung und Spaß beim Lesen verspricht. Akribibische Recherchen machen ihn detailreich.
Inhaltsverzeichnis
Zum Inhalt von »Es waren zwei Lichter«
Der Chef bezeichnet ihn als seinen besten Mitarbeiter und hat große Pläne mit ihm. Doch dann erleidet Daniel Mink, der einunddreißigjährige Vorarbeiter einer mittelständischen Baufirma, die sich auf die Sanierung von Altbauten und Fassaden spezialisiert hat, einen schweren Unfall bei der Arbeit. Merkwürdige Ereignisse nehmen ihren Lauf, sehr merkwürdige. Unaufhaltsam wird er aus seinem gut geordneten und zufriedenen Berufs- und Alltagsleben gerissen. War sein folgenschwerer Sturz wirklich nur ein unglücklicher Zufall?
Ein längst vergessenes, dunkles Kapitel, das bis in die Zeit des wilhelminischen Kaiserreichs reicht, drängt sich immer mehr in den Vordergrund …
Die Hauptzeiträume sind 1904, 1945, 2008 und 2018. Der Schwerpunkt liegt überwiegend im Südwesten Deutschlands. Dennoch werden auch Städte wie Hamburg, Berlin und New York erwähnt, die häufig eine bedeutende Rolle einnehmen.
Kaiserreich, Weimarer Republik und das nationalsozialistische Deutschland einerseits, Brauereifamilien und der koloniale Handel andererseits. Mitglieder dieser Berufsgruppe waren die tatsächlichen Nutznießer der sogenannten deutschen Kolonien in Afrika, China und im Südpazifik. Eine Kaufmannsdynastie schien besonders erfolgreich zu sein, sowohl im geschäftlichen Bereich bis nach Deutsch-Samoa als auch in der eigenen familiären Zufriedenheit.
Jedes Kapitel, das für sich genommen bereits eine packende Geschichte bietet, trägt dazu bei, ein dynamisches und funktionierendes Gesamtbild zu schaffen. Obwohl es anfangs verstörend und überraschend ist, erscheinen die Zusammenhänge allmählich klarer, da sie sich logisch aus den jeweiligen Situationen heraus entfalten.
Die Figuren in »Es waren zwei Lichter«
Eindrucksvoll und überzeugend schildert der Autor eine Vielzahl von faszinierenden Persönlichkeiten aus Vergangenheit und Gegenwart. Die Figuren reichen von unfreundlich bis sympathisch, von clever über hinterlistig bis naiv, häufig auch skurril und oft von Geheimnissen umgeben, sogar durchweg böse. Mit diesem breiten Spektrum ausgestattet, bewegen sich die Figuren des Romans und die sie antreibenden Elemente von einem spannungsgeladenen Kapitel zum nächsten. Die große Vielfalt menschlicher Abgründe wird ebenso thematisiert wie die vermeintlichen Alltäglichkeiten am Wegesrand. Alles ist wohlüberlegt, um Dramatik und Spannung kontinuierlich hochzuhalten.
Alexander Stöve, der aufgrund seines hohen Aggressionspotenzials als Polizeianwärter nicht bestehen konnte, übernahm 1997 die Detektei Leibinger. Er hat Schwierigkeiten in seiner Beziehung zu einer etwas unkonventionellen Hamburgerin. Bald darauf wendet sich ein Duo von Klientinnen mit einem sehr ähnlichen, komplizierten Fall an ihn …
Andre Devening ist Meister des Steinmetzhandwerks mit eigenem Unternehmen, das bereits in der dritten Generation geführt wird. Er ist äußerst kompetent und erfahren in seinem Fachgebiet. Vor Ort überwacht er die Arbeiten an historischen Fassaden und Altbauten. Zudem interessiert ihn besonders die Aufklärung des Verschwindens seines Urgroßvaters vor fast hundert Jahren. Er pflegt Freundschaften mit Max Friedmann und Blumen-Tony…
Artur Trachmann ist der strebsame, jedoch auch zwiespältige Nachfolger einer Brauereifamilie, der stark unter den Eigenheiten seines nach wie vor dominierenden Vaters leidet. Nach seinem Umzug in die USA nennt er sich fortan Arthur Drachman. Trotz einer schweren Erkrankung erreicht er ein hohes Lebensalter und verstirbt 1977 in den Vereinigten Staaten. Anschließend wird er in das alte Familienmausoleum in Deutschland überführt …
Blumen-Tony ist ein angesehner Florist und Betreiber eines Standes auf den Märkten. Er ist ein Freund von Max Friedmann, schon seit der Schulzeit …
Daniel Mink ist 31 Jahre alt und arbeitet als Polier in der mittelständischen Hochbaufirma von Max Friedmann, wo er die zentrale Figur der Erzählung darstellt. Aufgrund seiner hohen Zuverlässigkeit und strukturierten Arbeitsweise wird er von seinem Chef als „bester Mann“ anerkannt und es stehen noch einige Pläne mit ihm an. Nach einem Sturz vom Baugerüst jedoch beginnen in seiner Umgebung merkwürdige Ereignisse. Dadurch wird er unfreiwillig zum Detektiv in einer äußerst mysteriösen Situation, die ihn an seine Grenzen führt.
Max Friedmann, Inhaber und Leiter der gleichnamigen Baufirma und Chef von Daniel Mink, plant, seinen Polier bald als seine rechte Hand in die Geschäftsführung zu integrieren. Daher trifft ihn der schwere Unfall von Daniel besonders hart. Er gehört zu denjenigen, die sich danach bemühen, die rätselhaften Geschehnisse aufzuklären …
Carlos Bunkowski ist ein Landstreicher und Tagelöhner. Früher war er der Meister seiner eigenen Seifenfabrik. Vom Schicksal geprüft, wird auch er bald mit einer entscheidenden Begegnung konfrontiert.
Erwin Mackner ist ein eigenwilliger und eher sturer Polizist der örtlichen Wache, der eine preußisch-militärische Vorgeschichte hat. Er beteiligt sich allgemein gerne an allem und überall.
Herrmann Wehnert ist Kommissar Eins und ein älterer Kollege von Richard Dengowski. Er hat sein Handwerk zu einer Zeit erlernt, als Tatorte noch manuell skizziert wurden. Er verfügt über umfangreiche Erfahrung, kämpft jedoch gleichzeitig mit gesundheitlichen Problemen und Übergewicht.
Katharin Lindberg ist die fast dreizehnjährige Tochter von Christian und Dora Lindberg, einem Kolonial- und Großhandelskaufmann. Sie ist sehr lebhaft, intelligent, attraktiv und freundlich.
Richard Dengowski ist der zweite Kommissar und der jüngere Kollege von Herrmann Wehnert. Er ist pflichtbewusst und motiviert, neigt jedoch gelegentlich dazu, zu formal und behördlich zu agieren und zu denken.
Theobald Bergmann, der Sohn von Adolph Bergmann, einem der einflussreichsten Lokomotivhersteller seiner Epoche. Eine unstandesgemäße Beziehung wird zu seinem Untergang. Infolgedessen bricht er vollständig mit seinem Vater, den er lange Zeit idolisiert hat. Theobald Bergmann entscheidet sich daraufhin für einen anderen Lebensweg und beginnt eine Laufbahn im Verbrechen.
Der Autor von »Es waren zwei Lichter«: Torben Feldner
Ursprünglich aus der Pfalz stammend, zog es den ausgebildeten Lithographen drei Jahrzehnte später nach Karlsruhe, wo er bis heute ansässig ist. Nach verschiedenen Weiterbildungen und beruflichen Erfahrungen, hauptsächlich in der Druck- und Medienbranche, folgte er schließlich seiner Leidenschaft und veröffentlichte Ende 2025 seinen ersten Roman mit dem Titel „Es waren zwei Lichter“.
Als gewissenhafter Arbeiter hat er Anfang Juni eine überarbeitete zweite Ausgabe veröffentlicht. Das Cover wurde dabei leicht verändert und verbessert, der Inhalt an einigen Stellen überarbeitet und angepasst, und zusätzlich wurde eine Danksagungsseite eingefügt. Die Resonanz auf die zweite Ausgabe war überwältigend, und die Leser schätzten die Verbesserungen. Viele von ihnen äußerten sich positiv über die tiefere Charakterentwicklung und die spannenderen Wendungen in der Handlung. Um das Projekt weiter voranzutreiben, plant er Lesungen in verschiedenen Städten, um sein Werk einem breiteren Publikum vorzustellen. Zudem arbeitet er bereits an seinem nächsten Roman, der voraussichtlich im Jahr 2027 erscheinen wird. Die Erfahrungen aus der ersten Veröffentlichung fließen in seinen neuen kreativen Prozess ein.
Nachdem er Anfang 2019 eine Auszeit genommen hatte, durchsuchte er alte Notizen und begann bewusst, als Autor tätig zu werden. Diese alten Notizen erinnerten ihn an seine Kindheit, als er für etwa zwei Wochen im Krankenhaus war. Ein prägendes Erlebnis aus dieser Zeit war eine steinerne Figur. In der letzten Nacht, als ein frisch operierter Patient mit ihm im Zimmer lag und das Unwetter draußen toste, fand der zehnjährige Junge kaum Schlaf und wanderte durch die Gänge und Flure der Klinik.
Als er die oberste Etage erreichte und über die gesamte Stadt blickte, beobachtete er gespannt das ungestüme Schauspiel von Blitz und Donner. Plötzlich zuckte ein besonders greller Blitz durch den Himmel, und sein Blick fiel auf eine abstrakte steinerne Skulptur, die sich auf dem Treppengiebel eines großen Mietshauses aus den zwanziger Jahren direkt vor ihm befand. Ein Schauer überkam ihn. Ihm wurde klar, dass er schon oft unten vorbeigegangen war, ohne jemals diese geheimnisvolle Figur wahrzunehmen.
An dem Tag, an dem er entlassen wurde, befand er sich bei seinen Großeltern. Er fragte seine Oma nach der Herkunft und der Bedeutung der Statue. Ihre Antwort war eine gespenstische Erzählung über einen Herumtreiber und sein unschuldiges Opfer. Außerdem berichtete sie von einer Hinrichtung im Stadtgefängnis, bei der eigens eine Guillotine herbeigeschafft wurde. Diese Statue sollte genau an das arme Mädchen erinnern.
Begeisterung und Vorstellungskraft vereinigten sich zu einem Konzept – einem Konzept für ein Buch – ein Buch, das er, auch wenn er noch jung war, sich bereits jetzt vorstellte, eines Tages zu verfassen.
Er nahm Platz an seinem Kinderschreibtisch und fing an zu schreiben. Doch die ersten Sätze, die ein kurzes, erstes Kapitel bildeten, gerieten schnell in einen tiefen Schlaf. Erst vierzig Jahre später wurden sie wachgeküsst, bekamen neues Leben eingehaucht und erfuhren eine Erweiterung. Schließlich wurden sie am 19. Dezember 2025 mit über fünfzig Kapiteln und vierhundertachtundvierzig Seiten veröffentlicht.
In seinen Recherchen spielte das Internet kaum eine bedeutende Rolle. Stattdessen verbrachte er viel Zeit in Archiven und Bibliotheken und führte zahlreiche Gespräche mit einer Vielzahl von Experten aus verschiedenen Fachrichtungen. Dies führte schließlich auch zur Danksagungsseite am Ende des Buches.
Produktinformationen »Es waren zwei Lichter«
Herausgeber : Torben Feldner
Erscheinungstermin : 19. Dezember 2025
Auflage : 1.
Sprache : Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe : 448 Seiten
ISBN-10 : 3000841237
ISBN-13 : 9783000841231
Abmessungen : 13.34 x 2.84 x 20.32 cm
Artikel von:
© Detlef Knut, Düsseldorf 2026
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