Die Goldmorde von Peng-laiDie Goldmorde von Peng-lai

Buchvorstellung »Die Goldmorde von Peng-lai« von Robert van Gulik

Mit »Die Goldmorde von Peng-lai« beginnt am 1. Dezember 2026 eine neue deutsche Ausgabe von Robert van Guliks Richter-Di-Büchern. AV EDITIONS veröffentlicht den Roman in zwei Editionen. Schon im November führt Adrian Voglers illustrierte Werkbiografie »Der Mann, der Richter Di erfand« in das Leben des Autors und die Entstehung seiner Fälle ein. Wer Richter Di noch nicht kennt, kann hier anfangen. Ein Richter übernimmt seinen ersten Posten. Sein Vorgänger ist ermordet worden, und in den Amtsräumen soll es spuken.

Zum Inhalt von »Die Goldmorde von Peng-lai«

Im Jahr 663 entwickelt sich die Geschichte in Peng-lai, einer Hafenstadt an der nordöstlichen Küste Chinas. Der dreiunddreißigjährige Di Jen-djieh ist es leid, Kriminalfälle lediglich theoretisch zu untersuchen. Er verlässt die Hauptstadt und nimmt seine erste Position als Bezirksrichter ein. Auf seiner Reise trifft er auf zwei Ganoven, die bald zu seinen engsten Vertrauten werden: Ma Jung und Chiao Tai.

In Peng-lai wird er direkt in einen Mordfall verwickelt. Sein Vorgänger Wang Te-hwa wurde tot in seiner Bibliothek aufgefunden, vergiftet. Rund um das Tribunal kursieren Gerüchte über seinen Geist. Di steht vor der Aufgabe, den Tod eines Mannes zu klären, dessen Position er gerade übernommen hat. Dabei ist er auf Informationen von Personen angewiesen, die mehr wissen, als sie bereit sind zu offenbaren.

Bald wird er mit weiteren Fällen konfrontiert. Eine vermisste Braut, ein ermordeter Schläger, und die Ermittlungen bringen ihn zu wohlhabenden Reedern, dem Hafen und einer goldenen Spur. In der Küstenstadt reichen die Verbindungen bis nach Korea über das Meer. Welche Aussagen sind glaubwürdig? Welche Beobachtungen gehören zu welchem Fall? Und wo verbirgt sich hinter einer scheinbar übernatürlichen Erscheinung ein menschliches Motiv?

Van Gulik verknüpft die Ermittlungsarbeit mit dem täglichen Geschehen an einem chinesischen Gericht. Di fungiert sowohl als Ermittler als auch als Richter und hat zusätzlich als Bezirksbeamter die Aufgabe der Verwaltung. Während er Zeugenaussagen prüft und Widersprüche aufdeckt, formiert sich das Team, das ihn in den kommenden Bänden unterstützen wird.

Die Fassungen des Romans »Die Goldmorde von Peng-lai«

Die Klassische Edition orientiert sich umfassend an van Guliks Erzählstil: ruhig, ironisch und mit der gleichen Geduld wie das Original. Sie richtet sich an Leser, die den Klassiker in seiner reinen Form schätzen – für die Wiederentdeckung von Richter Di nach vielen Jahren, für Anhänger von Conan Doyle und der glorreichen Ära des Rätselkrimis sowie für alle, die einen historischen Roman auch wegen seiner Sprache genießen.

Die Tang-Noir-Edition präsentiert den gleichen Roman in einer komprimierten Syntax und einem schnelleren Rhythmus. Sie richtet sich an Leser, die mit dem modernen Kriminalroman vertraut sind, ideal für kurze Leseeinheiten und zum Vorlesen.

Die Richter-Di-Romane von Robert van Gulik sind im China des 7. Jahrhunderts angesiedelt und stammen von einem Sinologen und Diplomaten, der über umfangreiche Kenntnisse der chinesischen Rechtsgeschichte verfügte. Die Illustrationen in diesem Werk sind von ihm selbst angefertigt.

Diese Ausgabe wird mit Genehmigung des Robert van Gulik Estate veröffentlicht und basiert auf einer vollständigen Neuübersetzung der ersten amerikanischen Ausgabe, die vom Estate zur Verfügung gestellt wurde: Harper & Brothers, New York 1961. In der Klassischen Edition sind sämtliche zehn Bildtafeln des Autors enthalten.

Die Veröffentlichung dieses Romans ist dem Übersetzer Adrian Vogler zu verdanken, der sich intensiv mit dem Werk auseinandergesetzt hat.

Die wichtigsten Menschen in »Die Goldmorde von Peng-lai«

Richter Di, auch bekannt als Di Jen-djieh, ist der neue Bezirksrichter von Peng-lai und ist dreiunddreißig Jahre alt. Er strebt danach, selbst Untersuchungen durchzuführen und Zeugen zu befragen, anstatt sich nur auf die Akten zu stützen. Sein Scharfsinn ist sowohl im Gerichtssaal als auch im Umgang mit einflussreichen Bürgern und den Angestellten seines Tribunals von großer Bedeutung.

Hoong Liang: Wachtmeister Hoong ist Di’s vertrauter Assistent und Berater. Er hat eine enge Beziehung zum Richter, unterstützt dessen Arbeit und hilft dabei, Beobachtungen und Aussagen richtig einzuordnen. Seine Zuverlässigkeit bietet Di in der neuen Position Sicherheit.

Ma Jung: Ein zäher Kämpfer, der sich durch eine klare Ausdrucksweise und einen Sinn für pragmatische Lösungen auszeichnet. Auf seinem Weg nach Peng-lai trifft er auf Di, der ihn in seinen Dienst nimmt. Ma Jung bereichert die Überlegungen des Richters mit seiner Entschlossenheit und Erfahrungen, die er jenseits der Amtsstuben gesammelt hat.

Chiao Tai: Der frühere Soldat begleitet Ma Jung zum Richter. Im Gegensatz zu seinem Freund wirkt er eher zurückhaltend. Durch seine militärische Erfahrung und seine Loyalität ist er ein wertvoller Unterstützer bei riskanten Ermittlungen.

Der Autor von »Die Goldmorde von Peng-lai«: Robert van Gulik

Robert van Gulik (1910–1967) war ein niederländischer Diplomat, Sinologe und Autor. Seine berufliche Laufbahn führte ihn hauptsächlich nach Ostasien, und zum Zeitpunkt seines Todes war er als Botschafter in Tokio tätig. Zusätzlich zu seiner diplomatischen Karriere widmete er sich der Erforschung der chinesischen Kultur, sammelte Bücher und Kunstobjekte, verfasste wissenschaftliche Arbeiten und beschäftigte sich mit Kalligrafie sowie dem Spiel des Qin.

Sein Interesse am Kriminalroman wurde durch ein chinesisches Buch aus dem 18. Jahrhundert geweckt. Die englische Übersetzung namens Dee Goong An erschien 1949. Anschließend verfasste er eigene Geschichten über den historischen Beamten Di Jen-djieh, der in der Tang-Dynastie Chinas lebte. Van Gulik kombinierte chinesische Kriminalgeschichten mit der Rätselkonstruktion des westlichen Detektivromans und illustrierte seine Werke selbst. Zu den siebzehn Veröffentlichungen über Richter Di zählen die Übersetzung, vierzehn eigene Romane, ein Band mit Novellen und ein Erzählungsband.

Der Übersetzer von »Die Goldmorde von Peng-lai«: Adrian Vogler

Adrian Vogler verfasst historische Kriminalromane sowie Sachbücher, die sich mit den Autoren und Themen befassen, die ihn als Leser fesseln. Seine Tätigkeit beginnt stets mit umfangreicher Recherche: Oftmals führen die Auseinandersetzungen mit einem Romanstoff zur Entstehung zusätzlicher Texte über dessen historischen und literarischen Kontext.

Durch ein vergessenes Taschenbuch mit dem Titel „Nächtlicher Spuk im Mönchskloster“ entdeckte er Robert van Gulik. Die Erwähnung eines chinesischen Sherlock Holmes weckte seine Neugier. Diese erste Begegnung führte dazu, dass er die gesamte Reihe las. Heute übersetzt Vogler van Guliks Richter-Di-Bücher ins Deutsche und betreut deren Veröffentlichung unter dem Imprint AV EDITIONS. Zudem ist er der Autor der Werkbiografie „Der Mann, der Richter Di erfand“ sowie des eigenen Richter-Di-Romans „Der Fächer aus roter Seide“.

Produktinformationen »Die Goldmorde von Peng-lai«

Herausgeber‏ : ‎ AV Editions
Erscheinungstermin‏ : ‎ ‎ ‎ 1. Dezember 2026 (vorbestellbar!)
Auflage‏ : ‎ 1.
Sprache‏ : ‎ Deutsch
Seiten Print: 310
ISBN: 9783696729912 (klassische Fassung)
ISBN: 9783696387204 (Tang-Noir-Fassung)

Ein Artikel von:
© Detlef Knut, Düsseldorf 2026
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