»Bretonische Brandung« von Jean-Luc Bannalec

Zunächst gibt es drei Tote auf einer der Glénan-Inseln, die etwa zehn Seemeilen vor Concarneau liegen. Bootsfahrten sind nicht das Ding von Kommissar Dupin. Und wenn er dann noch den Nerv tötenden Vorgesetzten im Nacken hat, verbessert sich seine Laune kaum. Doch als dann ein Unwetter losbricht und der Kommissar mit seinen Leuten auf der Insel bleiben muss, ist alles zu spät.

Bannalec bleibt bei seinem zweiten Roman bei dem bereits im Debüt (Bretonische Verhältnisse)  vorgestellten Rezept. Die Figuren und ihre Eigenschaften wecken das Interesse des Lesers. Das Team um den Kommissar einschließlich seines Vorgesetzten, dessen Namen Dupin auch nach Jahren noch nicht aussprechen kann, wird unterhaltsam vorgestellt. Ellenlange Dialoge dienen der Ermittlungsarbeit und viele Details aus und über dem bretonischen Landstrich, seinen Menschen, seinen Sehenswürdigkeiten und Traditionen sorgen für eine leichte Urlaubsstimmung beim Lesen. Humorvoll nimmt man die Gedanken des Kommissars auf, die er sich über die Verdächtigen wie die Kollegen macht.

Der kriminelle Spannungsbogen ist gut ausgearbeitet. Große Wendungen sind nicht zu erwarten. Die konstruierten Sackgassen sind nicht gerade überraschend. Schließlich ist fast jeder Bewohner der Inseln ein potentieller Verdächtiger. Und so wird im Verlauf der Handlung der eine oder andere von der Liste gestrichen, weil sich doch ein Alibi bestätigt. Aber das Ende hat es dann in sich.

Insgesamt macht es Spaß, diesen Roman zu lesen, Spannung und Urlaubsgefühl inklusive.

Jean-Luc Bannalec
Bretonische Brandung

KiWi Verlag, Köln
ISBN 9783462044966

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© Detlef Knut, Düsseldorf 2017